Autismus und Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)

Autismus und Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)

Psychische Störungen – Entwicklungsstörungen

16.10.2013 Eine neue, große Studie findet keinen Zusammenhang zwischen der Verdauungsstörung Zöliakie (auch Glutenunverträglichkeit, gluteninduzierte oder glutensensitive Enteropathie, intestinaler Infantilismus oder Heubner-Herter-Krankheit genannt) und Autismus.

Annahme: Verdauungssystem schuld an Autismus

Eine Theorie zu den Ursachen für Autismus ist, dass die Störung im Verdauungssystem beginnt, weil einige autistische Kinder auch unter gastrointestinalen Problemen leiden. Viele werden auf strenge glutenfreie Kost gesetzt, in der Hoffnung, dass das Vermeiden von Weizenproteinen das Verhalten verbessert.

Die neue Studie aus Schweden zeigt jedoch definitiv, dass viele autistische Kinder nicht von einer restriktiven glutenfreien Diät profitieren.

Autismus und Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)
Weizenähren

Die Forscher zogen die Krankendaten von fast 290.000 Personen mit Darmbiopsien heran. Bei Darmbiopsien entnehmen Ärzte eine Zellgewebsprobe des Dünndarms, und prüfen sie unter dem Mikroskop auf Schäden. Darmbiopsien werden als die zuverlässigste Methode angesehen, Zöliakie zu entdecken.

Keine Verbindung zu Zöliakie/Glutenunverträglichkeit

Basierend Auf den Biopsieergebnissen hatten 27.000 Personen eine ausgewachsene Zöliakie. Mehr als 12.000 hatten Anzeichen einer Entzündung ohne Glutenunverträglichkeit. Und bei weiteren 3.700 indizierten Bluttests eine Immunreaktion auf Weizenproteine, wie es Personen mit Zöliakie zeigen, doch ihre Biopsien zeigten keine Darmschädigung.

Die Forscher verglichen dann das Vorkommen von Autismusdiagnosen in diesen Gruppen mit den Autismusraten unter den mehr als 213.000 anderen Personen, die eine Biopsie mit normalen Ergebnissen hatten.

Das Ergebnis konnte keinen Zusammenhang zwischen Autismus und Zöliakie aufzeigen; diese Aussage hat bei einer solch großen Studie einiges an Gewicht und räumt auf mit der Annahme, die Phänomene stünden im Zusammenhang.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Karolinska Institutet, Sept. 2013

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