Demenz: Gedächtnis

Neurologische Erkrankungen - Demenzerkrankungen

Schnarchen, Schlafapnoe beschleunigen Gedächtnisverluste (Alzheimer)

23.04.2015 Starkes Schnarchen und Schlafapnoe-Syndrom können mit einem früheren Verlust von Gedächtnis- und Denkfunktionen in Zusammenhang gebracht werden laut einer in Neurology präsentierten Studie.

Anormale Atmungsmuster

Anormale Atmungsmuster während des Schlafs wie starkes Schnarchen und Atemstillstand aufgrund von Schlafapnoe sind häufig bei älteren Menschen anzutreffen. Etwa 52% der Männer und 26% der Frauen leiden darunter, sagt Studienautor Dr. Andrew Varga von der New York University.

schlafapnoe-syndrom
Bild: Habib M'henni (wiki)

Für die Studie wurden die Krankengeschichten von 2.470 Personen im Alter von 55 bis 90 untersucht. Die Teilnehmer wurden als

Die Forscher sahen sich auch Personen mit unbehandelten Schlafatmungsproblemen an und verglichen sie mit Personen ohne diese Probleme. Außerdem verglichen sie Patienten mit unbehandelten und behandelten Schlafatmungsproblemen.

Die Befunde

Personen mit Schlafatmungsstörungen (wie starkes Schnarchen oder Schlafapnoe) wurden im Schnitt fast 10 Jahre früher mit LKB diagnostiziert als Personen ohne Schlafatmungsproblemen. Zum Beispiel hatten LKB- oder Alzheimer-Patienten der Studie mit Schlafatmungsbeeinträchtigungen die LKB durchschnittlich bereits in einem Alter von 77 entwickelt, während die ohne Schlafatmungsprobleme sie erst mit durchschnittlich 90 hatten.

Und in dieser Gruppe entwickelten diejenigen mit abnormen Atmungsmustern auch fünf Jahre früher die Alzheimer Krankheit als jene, die nicht unter Schlafatmungsproblemen litten (83 vs. 88).

Die gute Nachricht: CPAP

Die Forscher stellten fest, dass Personen, deren Schlafatmungsprobleme mit einer CPAP-Maschine (Continuous Positive Airway Pressure - kontinuierliche Überdruckbeatmung) behandelt wurden, etwa 10 Jahre später als nichtbehandelte mit LKB diagnostiziert wurden (erst im Alter von 82 statt schon mit 72).

© PSYLEX.de - Quellenangabe: New York University, American Academy of Neurology; April 2015

Gedächtnistraining bei Demenz

Wege, Ihr Gedächtnis auf Zack zu halten

Obwohl man sich nicht immer Gedächtnisproblemen erwehren kann, haben Studien gezeigt, dass es Dinge gibt, die Sie tun können, um Ihren Verstand und Ihr Gedächtnis scharf zu halten, und um etwas gegen Demenzkrankheiten zu unternehmen.

Die Cleveland Clinic bietet diese Vorschläge an:

  • Besuchen Sie wieder eine Lehranstalt, eine Schule. Es hat sich gezeigt, dass Weiterbildung Demenz verzögert.
  • Ernähren Sie sich gesund. Essen Sie Nahrung, die reich an Antioxidantien und Olivenöl ist.
  • Trainieren Sie Ihr Gedächtnis. Formales Gedächtnistraining hat gezeigt, dass es das Lernen und das Bewahren verbessert.
  • Spielen Sie Brettspiele oder lernen Sie ein Musikinstrument spielen.
  • Verringern Sie Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, z.B. durch Maßnahmen, die einen hohen Blutdruck senken.
  • Quelle: Cleveland Clinic. April 2012

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