Kaffee gegen Demenz

Neurologische Erkrankungen - Demenzerkrankungen

Koffeinfreier Kaffee schützt vor Demenz

Koffeinfreier Kaffee scheint den Energie-Stoffwechsel des Gehirns bei Menschen mit Typ 2 Diabetes zu verbessern laut Forschern von Mount Sinai School of Medicine.

(Koffeinfreier) Kaffee: Schutz gegen Demenz bei Diabetes

Der Glucose-Stoffwechsel im Gehirn ist bei Personen mit Typ 2 Diabetes reduziert und kann zu neurokognitiven Problemen führen, wie Demenz und Alzheimer-Krankheit.

Für die Studie testeten Forscher, ob Ernährungsergänzung mit einem standardisierten koffeinfreien Kaffeepräparat vor Diabetesbeginn Glucosestoffwechsel und Insulinresistenz bei Mäusen mit diätinduziertem Typ 2 Diabetes beeinflusst.

Die Forschung wurde online in Nutritional Neuroscience herausgegeben.

Für fünf Monate erhielten die Mäuse die Ergänzung. Das Forscherteam entdeckte, dass nach der Kaffee-Ergänzung das Gehirn in der Lage war, wirksamer Glucose umzuwandeln und sie für zelluläre Energie im Gehirn zu verwenden.

Es ist bekannt, dass ein beeinträchtigter Energiestoffwechsel im Gehirn mit kognitivem Rückgang während des Alterns korreliert und oft bei Personen mit einem hohen Risiko für die Entwicklung von neurodegenerativen Störungen vorkommt, sagte Giulio Maria Pasinetti, MD, PhD.

Dies ist der erste Beleg, der den potenziellen Nutzen von koffeinfreien Kaffeepräparaten zeigt, kognitiven Rückgang, der durch Typ 2 Diabetes, Alter, und/oder neurodegenerative Störungen verursacht, sowohl zu verhindern als auch zu behandeln.

Kaffee zu trinken, kann nicht jedem empfohlen werden, da dies mit kardiovaskulären Gesundheitsrisiken wie erhöhtes Cholesterin und erhöhter Blutdruck verbunden wird, was zu einem höheren Risiko für Herz-Krankheiten, Schlaganfällen und vorzeitigen Tod führt, sagten die Forscher. Diese Auswirkungen sind in erster Linie auf den hohen Koffeininhalt des Kaffees zurückgeführt worden.

Jedoch zeigen die Ergebnisse dieser Studie, dass manche der Nicht-Koffein-Bestandteile in Kaffee gesundheitliche Vorteile bei Mäusen liefern.

Die Belege zeigen, dass kognitive Beeinträchtigungen, die mit Alzheimer-Krankheit und anderen altersbezogenen Demenz-Krankheiten in Verbindung stehen, zurückverfolgt werden könnten zu neurodegenerativen Störungen einige Jahrzehnte vor dem Krankheitsbeginn; Präventivbehandlungen für solche Störungen zu entwickeln ist wichtig, sagte er.
Quelle: Nutritional Neuroscience, Februar 2012

Bestimmte Kaffee-Trinkgewohnheit schützt vor Demenz-Vorstufe

12.08.2015 Eine bestimmte Menge an regelmäßig getrunkenen Kaffee pro Tag kann vor leichter kognitiver Beeinträchtigung - eine Denk-, Gedächtnisstörung und als beginnende Demenz bezeichnet - schützen laut einer in der Zeitschrift Journal of Alzheimer's Disease präsentierten Studie.

Eine Studie der Università degli Studi di Bari Aldo Moro, Italien, analysierte die Daten von 1.445 gesunden Personen im Alter zwischen 65 und 84 einer Langzeitstudie (Italian Longitudinal Study on Aging - 3,5 Jahre).

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Bild: MasterTux

Sie zeigte, dass der konstante Konsum von einer oder zwei Tassen Kaffee pro Tag das Gehirn gegen die Leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB; auch Leichte kognitive Störung genannt; ICD 10: F06.7) schützen kann - im Vergleich zu jenen, die kaum oder nie Kaffee trinken.

Mehr Kaffee führte nicht zu einer höheren Schutzwirkung.

Ein weiterer Befund der Studie war, dass Personen, die ihren Kaffee-Verbrauch um eine Tasse während der Studie steigerten, ein etwa doppelt so hohes Risiko für die Entwicklung der Demenz-Vorstufe hatten wie die Teilnehmer, die keinen oder kaum Kaffee tranken, oder diejenigen, die konstant 1-2 Tassen tranken.

Zusammengefasst sagen die Befunde, dass Teilnehmer, die ihre Kaffeetrinkgewohnheiten steigerten oder nie bzw. selten Kaffee tranken, ein höheres Risiko für die Entwicklung von LKB hatten.

Und gemäßigtes und regelmäßiges Kaffeetrinken hat neuroprotektive Wirkungen gegen LKB, wobei diese Ergebnisse frühere Studien über die langfristigen Schutzwirkungen von Kaffee, Tee oder Koffeinverbrauch und Plasmaniveau von Koffein vor kognitiven Verfall und Demenz bestätigen, sagen die Forscher.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Università degli Studi di Bari Aldo Moro, Journal of Alzheimer's Disease; August 2015

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