Demenz - Positive Einstellung

Neurologische Erkrankungen - Demenzerkrankungen

Positive Einstellung gegenüber dem Altern reduziert das Demenzrisiko bei älteren Menschen

08.02.2018 Untersuchungen haben gezeigt, dass ältere Menschen, die sich positive Ansichten über das Alter angeeignet haben, seltener an Demenz erkranken.

Diese schützende Wirkung wurde für alle Teilnehmer festgestellt, ebenso wie für diejenigen mit einem Gen, das sie einem höheren Risiko für die Entwicklung von Demenz anfälliger macht, wie eine neue Studie der Yale School of Public Health ergab.

Kulturbedingte Alterseinstellungen

Die in der Zeitschrift PLOS ONE veröffentlichte Studie berichtet, dass ältere Menschen mit einer positiven Einstellung gegenüber dem Altern, und die einen der stärksten Risikofaktoren für die Entwicklung von Demenz in sich tragen - die ε4-Variante des APOE-Gens, fast 50 % weniger wahrscheinlich die Krankheit entwickelten als ihre Altersgenossen, die negativ gegenüber dem Alter eingestellt waren.

alter-mensch-zufrieden
Bild: janeb13 (pixabay)

Damit untersuchte die Studie von Psychologie-Professorin Becca Levy und Kollegen zum ersten Mal, ob kulturbedingte Alterseinstellungen das Risiko einer Demenz bei älteren Menschen, einschließlich derjenigen, die die risikoreiche Genvariante tragen, beeinflussen.

Das spricht für eine öffentliche Gesundheitskampagne gegen Diskriminierung im Alter, die eine Quelle für eine negative Einstellung gegenüber dem Alter bzw. Altern ist.

Die Psychologen untersuchten eine Gruppe von 4.765 Personen in einem Durchschnittsalter von 72 Jahren, die zu Beginn der Studie frei von Demenz waren. Die Teilnehmer an der Studie waren zu 26 Prozent Träger von APOE-ε4. Die Forscher kontrollierten Faktoren wie Alter und Gesundheit der Teilnehmer.

Weniger anfällig für Demenzentwicklung

Die Studie demonstrierte, dass APOE-ε4-Träger mit positiven Ansichten über das Altern ein 2,7 %-iges Risiko für die Entwicklung von Demenz hatten.

Im Vergleich dazu hatten Personen mit APOE-ε4 und negativer Einstellung gegenüber dem Alter ein 6,1 %-iges Risiko über die Dauer der vierjährigen Studie.

Frühere Untersuchungen von Levy und Kollegen haben gezeigt, dass positive Altersüberzeugungen gestärkt werden können.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Yale University; PLoS ONE - e0191004. doi.org/10.1371; Feb. 2018

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter

Weitere News aus der Forschung