Teetrinker haben ein geringeres Risiko für Demenzerkrankungen

17.03.2017 Das tägliche Trinken von Tee verringert das Risiko für kognitive Störungen bei mittelalten und älteren Personen um 50 Prozent und um 86 Prozent bei Menschen mit einem genetischen Risiko für Alzheimer laut einer im Fachblatt Journal of Nutrition, Health & Aging veröffentlichten Studie.

Eine Tasse Tee pro Tag kann das Risiko für Demenz reduzieren und dies gilt insbesondere für Menschen, die anfällig für Demenzerkrankungen wie Alzheimer sind, sagte Studienautor Feng Lei vom Fachbereich Psychologische Medizin der Nationaluniversität Singapur.

tee-blatt
Bild: congerdesign

Die Längsschnittstudie mit 957 Chinesen im Alter von 55 Jahren oder älter zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit für eine neurokognitive Störung um 50 Prozent geringer bei den Teilnehmern war, die täglich Tee konsumierten, während die für Alzheimer genetisch anfälligen APOEe4-Genträger eine Verringerung des Risikos für kognitive Erkrankungen um 86 Prozent zeigten.

Grüner, Schwarzer oder Oolong-Tee

Die medizinischen Psychologen entdeckten auch, dass die neuroprotektive Rolle des Teekonsums bei den kognitiven Funktionen nicht auf einen bestimmten Tee-Typ beschränkt war - solange der Tee aus Teeblättern wie grünem, schwarzem oder Oolong-Tee zubereitet wurde.

Laut den Forschern können die Ergebnisse auch auf Nicht-Chinesen übertragen werden und haben wichtige Auswirkungen auf die Demenz-Prävention.

Katechine, Theaflavine, Thearubigine und L-Theanin

Feng sagte, dass der langfristige Nutzen von Tee auf den bioaktiven Komponenten in den Teeblättern - wie Katechine, Theaflavine, Thearubigine und L-Theanin beruhe.

Diese Bestandteile stellen antientzündliches und antioxidatives Potential und andere bioaktive Eigenschaften zur Verfügung, die das Gehirn vor Gefäßschäden und Neurodegeneration schützen können. Das Verständnis dieser biologischen Mechanismen ist noch sehr beschränkt, deswegen werden weitere Forschungsarbeiten benötigt, schreiben die Wissenschaftler.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Nationaluniversität Singapur, Journal of Nutrition, Health & Aging - DOI: 10.1007/s12603-016-0687-0; März 2017

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

Weitere Forschungsartikel, News