Antiepileptika, Antikonvulsiva in Schwangerschaft

Psychopharmaka bei Epilepsie

Kein erhöhtes Risiko durch Antiepileptika für Gesundheit des Kindes

23.02.2017 Kinder, deren Mütter Antiepileptika / Antikonvulsiva während der Schwangerschaft eingenommen haben, zeigten sich nicht krankheitsanfälliger als Kinder, deren Mütter diese Medikamente nicht in der Schwangerschaft einnahmen laut einer in BMJ Open veröffentlichten Studie.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Epilepsie-Medikamente zu angeborenen Missbildungen beim Fötus führen können, und dass der Gebrauch dieser Medikamente während der Schwangerschaft die Entwicklung des Gehirns der Kinder beeinflussen kann.

Folgen für die Gesundheit

Doch laut der aktuellen Studie der Aarhus Universität scheint die Einnahme von Antiepileptika in der Schwangerschaft nicht die Gesundheit des Kindes zu gefährden.

In der Studie haben sich die Forscher angeschaut, ob Kinder mit einer Exposition in utero gegenüber Antikonvulsiva häufiger Kontakt mit dem Hausarzt hatten als andere Kinder: Es gab keinen signifikanten Unterschied, sagte Studienleiterin Anne Mette Lund Würtz.

Von den 963.010 dänischen Kindern der Studie, die zwischen 1997 und 2012 geboren worden waren, hatten 4.478 Kontakt mit Antiepileptika während der Schwangerschaft.

Epilepsie, Migräne, Bipolare Störung

Diese Medikamente werden auch bei der Behandlung anderer Erkrankungen wie Migräne und Bipolare Störung eingesetzt. Die Studie zeigt, dass es keinen Unterschied machte, ob die Frauen die Antiepileptika in der Schwangerschaft einnahmen zur Behandlung von Epilepsie, oder von Migräne, Bipolarer Störung.

Die Analysen berücksichtigten Unterschiede und mögliche Störfaktoren wie: Geschlecht des Kindes und Geburtsdatum, Alter der Mutter, Familiensituation, Einkommen, Bildungsniveau, psychische Erkrankungen, Einnahme von anderen Psychopharmaka und Insulin, und Substanz-Missbrauch.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Aarhus Universität, BMJ Open - DOI: 10.1136/bmjopen-2016-012836; Feb. 2017

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