Antiepileptika, Antikonvulsiva: Wirksamkeit, Ansprechen

Psychopharmaka gegen Epilepsie

Anschlagen der Medikamente - Studie

29.12.2017 Mehr als ein Drittel der Patienten mit neu diagnostizierter Epilepsie sprechen nicht auf die Behandlung mit Antiepileptika (auch Antikonvulsiva genannt) an laut einer in JAMA Neurology veröffentlichten Studie.

Dr. Zhibin Chen von der Universität Melbourne und Kollegen führten eine Kohortenstudie durch, um die langfristigen Ergebnisse bei 1.795 Patienten mit neu diagnostizierter und behandelter Epilepsie zu bewerten. Die Patienten wurden für mindestens zwei Jahre oder bis zum Tod beobachtet.

Anfallsfreiheit

Die Forscher fanden heraus, dass 63,7 Prozent der Patienten am Ende des Untersuchungszeitraums für das Vorjahr oder länger anfallsfrei waren.

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Insgesamt nahmen 86,8 Prozent derjenigen, die eine einjährige Anfallsfreiheit erreichten, ein Monotherapeutikum ein, und 89,9 Prozent erreichten eine Anfallskontrolle mit dem ersten oder zweiten Antiepileptikum.

Insgesamt 50,5 Prozent des Patientenpools blieben unter dem ursprünglichen Antikonvulsivum ein Jahr lang oder länger anfallsfrei.

Schlug dieses Antiepileptikum nicht an, erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit der Anfallsfreiheit um 11,6 Prozent bzw. 4,4 Prozent unter der zweiten und dritten Behandlung. Mit nachfolgenden Medikamenten erreichten nur 2,12 Prozent der Patienten eine optimale Anfallskontrolle.

Die Wahrscheinlichkeit, nicht auf die Behandlung für jedes nachfolgende Medikament anzusprechen, wurde bei Epilepsie, die nicht mit dem ersten Antikonvulsivum erfolgreich kontrolliert wurde, um das 1,73-fache erhöht.

Trotz der Verfügbarkeit vieler neuer Antiepileptika mit unterschiedlichen Wirkmechanismen haben sich die Gesamtergebnisse bei neu diagnostizierter Epilepsie nicht verbessert, schreiben die Autoren.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Melbourne; JAMA Neurology - doi:10.1001/jamaneurol.2017.3949; Dez. 2017

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