Transkranielle Magnetstimulation gegen Migräne

Neurologische Erkrankungen - Migräneschmerzen

Migräneschmerzen: Magnetstimulation von FDA genehmigt

17.12.2013 Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat das erste Gerät genehmigt, das einen Migräne-Schmerz lindern kann, dem eine Aura vorausgegangen ist.

Cerena Transcranial Magnetic Stimulator

Der Cerena Transcranial Magnetic Stimulator würde verschreibbar sein, sagte die FDA. Die Patienten halten das Gerät mit beiden Händen an die Rückseite ihres Kopfes und drücken einen Knopf. Das Gerät sendet dann Pulse magnetischer Energie aus. Diese Wellen stimulieren den okzipitalen Cortex des Gehirns, was den Migräneschmerz lindern oder auch stoppen kann.

"Millionen Menschen leiden unter Migräne, und dieses neue Gerät stellt eine neue Behandlungsoption für einige Patienten dar", sagte Christy Foreman, Direktorin der Geräteevaluation bei der FDA.

Studie zur Wirksamkeit

Die Genehmigung der FDA basiert auf einer Studie mit 201 Patienten, die unter moderater bis starker Migräne mit Aura litten. 113 der Patienten versuchten ihre Migräne zu behandeln, während die Attacke im Gang war.

Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Personen, die den transkraniellen Magnetstimulator verwendeten, berichteten, dass sie zwei Stunden später schmerzfrei waren, verglichen mit 17 Prozent der Patienten, die das Gerät nicht benutzten. 24 Stunden nach dem Beginn der Migräne waren fast 34 Prozent der Gerätebenutzer schmerzfrei, verglichen mit 10 Prozent derjenigen, die das Gerät nicht benutzt hatten.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: FDA, Dez. 2013

Nicht-invasive elektromagnetische Stimulation kann helfen, Migräneattacken vorzubeugen

17.06.2018 Eine neue im Fachmagazin Cephalalgia veröffentlichte Studie zeigt, dass transkranielle Magnetstimulation ein neuer Weg ist, um Migräneattacken vorzubeugen. Sie ist sicher, einfach zu bedienen und nicht invasiv.

Forscher der Mayo Clinic und anderer großer universitärer Kopfschmerzzentren in den USA führten kürzlich eine Studie durch, die die Wirksamkeit der Verwendung einer transkraniellen Einzelpuls-Magnetstimulation zur Prävention von Migräneattacken untersuchte.

ESPOUSE

Migräneschmerzen: Magnetstimulation von FDA genehmigt
Symbolbild: Transkranielle Magnetstimulation

In der eNeura SpringTMS Post-Market Migräne-Beobachtungsstudie (ESPOUSE) verabreichten sich die Teilnehmer selbst vier Impulse mit dem Gerät morgens und vier Impulse abends über drei Monate, um Migräneattacken zu verhindern und zu behandeln.

Das Migränegehirn ist übererregbar

Das Migränegehirn ist übererregbar, und grundlegende wissenschaftliche Studien haben die Veränderung der neuronalen Erregbarkeit mit dieser Behandlungsmethode gezeigt, sagt Studienautor Dr. Amaal Starling, ein Neurologe der Mayo-Klinik.

Wirksamkeit

Die aktuelle Studie konnte zeigen, dass die vier Einzelpulse, die von diesem Gerät zweimal täglich abgegeben wurden, die Häufigkeit der Kopfschmerztage um etwa drei Tage pro Monat reduzierten, und 46 Prozent der Patienten zeigten im Behandlungsprotokoll mindestens 50 Prozent oder weniger Migräneanfälle pro Monat.

Diese Daten sind klinisch signifikant, schreiben die Neurologen. Basierend auf der aktuellen Studie und früheren Studien zur Behandlung akuter Migräneanfälle hilft transkranielle Magnetstimulation nicht nur, einen Migräneanfall zu stoppen, sondern auch, Attacken zu verhindern, sagen die Forscher.

Bei bestimmten Patienten sind Behandlungsmöglichkeiten für Migräne, wie z.B. orale Medikamente, nicht wirksam, nicht gut verträglich oder nicht angezeigt, fügt Dr. Starling hinzu. Trranskranielle Magnetstimulation kann eine großartige Option für diese Patienten sein und Ärzten ermöglichen, deren individuelle Bedürfnisse besser zu erfüllen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Cephalalgia, 2018; 033310241876252 DOI: 10.1177/0333102418762525

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