Parkinson-Krankheit

Neurologische Erkrankungen - Schüttelkrankheit

Die Parkinson-Krankheit tritt auf, wenn die Neuronen, die Dopamin (ein wichtiger Neurotransmitter) produzieren, in bestimmten Regionen des Gehirns sterben. Symptome, die sich im Laufe der Zeit noch verschlechtern, können sein: Tremor, Steifheit, undeutlich gesprochene Sprache und Schwierigkeiten zu gehen.

Risikofaktoren/Begleiterkrankungen

Oftmals tritt eine depressive Störung bzw. niedergedrückte Stimmung auf: Eine depressive Störung ist der wichtigste ausschlaggebende Faktor für den Gesundheitszustand von Menschen mit Parkinson-Krankheit; 2. Depressionen erhöhen Parkinsonrisiko...siehe unter Depression und Parkinson
zum Artikel.

Tipps

Gesund leben - gegen die Symptome

Obwohl es kein Heilmittel für die Parkinson-Krankheit gibt, können bestimmte Lebensstiländerungen helfen, die Symptome besser zu händeln.

Das medizinische Zentrum der Universität von Maryland bietet diese Vorschläge an:

Die Tipps

Quelle: University of Maryland, Jan. 2011

Allein die Erwartung einer Behandlung verbessert Gehirnaktivität bei Parkinson

01.12.2014 Die mit Lernen verbundene Gehirnaktivität bei Parkinson Patienten verbessert sich durch eine Placebobehandlung genauso wie durch eine Behandlung mit Medikamenten, laut einer neuen von der Michael J. Fox Foundation for Parkinson's Research finanzierten Studie.

Parkinson Krankheit
Illustration von Sir William Richard Gowers

Placebobehandlung

Eine frühere Forschungsarbeit hat gezeigt: obwohl die Parkinson-Krankheit eine neurologische Realität ist, können die betroffenen Gehirnteile auch durch die Erwartungen eines Patienten hinsichtlich einer Behandlung Reaktionen zeigen. Die neue von Forschern der University of Colorado Boulder und der Columbia University durchgeführte Studie, erklärt, wie die Placebobehandlung - also wenn die Patienten glauben, sie erhalten eine Behandlung (Medikamente), obwohl sie sie nicht erhalten - bei Parkinsonerkrankten durch die Aktivierung der dopaminreichen Bereiche im Gehirn wirkt.

"Die Befunde betonen die Leistungsfähigkeit von Erwartungen, Änderungen im Gehirn herbeizuführen", sagte Koautor Tor Wager. "Die Forschung hebt wichtige Verbindungen zwischen Psychologie und Medizin hervor."

Belohnungslernen

Parkinson Patienten haben Schwierigkeit mit dem "Belohnungslernen"; dies ist die Fähigkeit des Gehirns Handlungen mit Belohnungen zu verbinden und motivierte Entschlüsse zu treffen, um positive Ergebnisse zu erzielen. Belohnungslernen wird von Neuronen unterstützt, die Dopamin aussenden, wenn eine Handlung (wie z.B. einen bestimmten Knopf zu drücken) zu einer Belohnung führt (wie Geld zu erhalten).

Belohnungslernen ist bei Parkinson Patienten beeinträchtigt, weil die Krankheit zum Sterben der Dopamin-freisetzenden Neuronen führt. Parkinson Patienten können dagegen mit einem Medikament behandelt werden, das das Dopaminniveau im Gehirn erhöht: L-Dopa (Levodopa).

In der neuen Studie benutzte das Forscherteam Magnetresonanztomographie um die Gehirne von 18 Patienten mit Parkinson zu untersuchen, während sie ein Computerspiel spielten, welches das Belohnungslernen misst.

Die Teilnehmer spielten das Spiel dreimal:

Die Forscher stellten fest, dass die dopaminreichen mit Belohnungslernen verbundenen Gehirnbereiche - das Striatum und der ventromediale präfrontale Cortex - gleichermaßen aktiviert wurden, ob die Patienten nun Levodopa oder ein Placebo bekamen.

"Dieser Befund demonstriert eine Verbindung zwischen dem Gehirndopamin, der Erwartung und dem Lernen", sagte Wager. "Die Erkenntnis, dass Erwartung und positive Emotionen wichtig sind, hat das Potential, die Lebensqualität für Parkinson Patienten zu verbessern, und dürfte auch Hinweise darauf liefern, warum Placebos so wirkungsvoll bei der Behandlung von anderen Krankheiten sind."

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

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