Schmerzmittelmissbrauch

Neurologische Erkrankungen / Störungen

Statistik: Krankenhausaufnahmen aufgrund Missbrauchs von Schmerzmitteln

Krankenhausaufnahmen zur Therapie gegen Medikamentenmissbrauch wegen nicht-medizinischen Gebrauchs von rezeptpflichtigen Schmerzmitteln haben über die letzten 10 Jahre um 400 Prozent zugenommen laut einer neuen Regierungsstudie der USA.

Der Anteil der Krankenhausaufnahmen für Menschen im Alter von 12 und älter nahm von 2,2 Prozent in 1998 auf 9,8 Prozent im Jahr 2008 zu und diese Zunahme wurde bei allen Altersgruppen, Geschlecht, Rassen und ethnischen Volksgruppen, sowohl bei Leuten aller Bildungsschichten und in allen Regionen des Landes beobachtet, berichtet das Substance Abuse and Mental Health Services Administration (SAMHSA).

Die nicht-medizinische Verwendung von rezeptpflichtigen Schmerzmitteln ist jetzt die zweithäufigste Form des verbotenen Medikamenten-Missbrauchs in den USA, und ihre tragischen Folgen können in Drogenmissbrauchs-Entziehungs-Kliniken und Krankenhaus-Notfallstationen überall in unserer Nation gesehen werden, sagte Pamela S. Hyde von SAMHSA in einer Agenturpressemitteilung.

Diese Bedrohung des Gesundheitswesens fordert, dass wir dem Anruf der nationalen Medikamenten-Kontrollstrategie des Präsidenten für eine grosse Anstrengung folgen, das Bewusstsein für dieses Risiko und die kritischen Bedeutung zu öffnen, diese mächtigen Medikamente richtig zu verwenden, sie richtig zu lagern und zu entsorgen, fügte sie hinzu.

Die Studie basierte auf Daten von SAMHSA's Daten, einem Berichtsystem, das Therapieeinrichtungen einschließt, die über das Land verteilt sind.

Statistik der Einweisungen

Sie zeigen, dass der Anteil der Einweisungen von 1,8 Prozent auf 8,1 Prozent bei Männern und von 3,5 Prozent auf 13,3 Prozent bei Frauen zunahm.

Die Raten stiegen von 1,9 Prozent auf 9,7 Prozent für jene mit einer eighth-grade Ausbildung oder weniger und von 3,8 Prozent auf 12,1 Prozent für jene mit mehr als einer Gymnasialbildung.

Unser nationales Problem mit Missbrauch von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln kann nicht ignoriert werden, sagte A. Thomas McLellan, stellvertretender Direktor des National Drug Control Policy in der Pressemitteilung. "Ich habe die letzten 35 Jahre auf dem Gebiet der Behandlungen gearbeitet, und die jüngsten Trends, die das Ausmaß des Schmerzmittelmissbrauchs betreffen, sind erschreckend.

Wir müssen mit den Verschreibern, der Pharmaindustrie und den Familien arbeiten, um diese Geißel zu bekämpfen."
Quelle: Substance Abuse and Mental Health Services Administration, Juli 2010

Schmerzmittel-Missbrauch: Ärztehopper Charakteristika

Merkmale von Ärztehoppern wurden auf dem jährlichen Meeting des American College of Emergency Physicians, 14. - 17. Oktober in Seattle bekanntgegeben.

Scott G. Weiner vom Tufts Medical Center in Boston und Kollegen analysierten Daten von 544 Patienten im Alter zwischen 18 und 64 Jahren, die wegen Rückenschmerzen, Zahnschmerzen oder Kopfschmerzen von Notärzten behandelt wurden.

Die Forscher stellten fest, dass 8,7 Prozent der Patienten Ärztehopper waren - sie nahmen also mehrere Ärzte der gleichen Fachrichtung in Anspruch (mehr als 10 über einen Zeitraum von einem Jahr).

Mit Ärztehopping verbundene Faktoren waren

Die typischen Merkmale von Ärztehopping zu kennen, kann Notärzten helfen, diese Patienten mit hohem Mißbrauchsrisiko zu identifizieren, wenn sie mit Schmerzbeschwerden in die Notfallambulanz kommen", sagte Weiner in einer Erklärung.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: American College of Emergency Physicians, Okt. 2013

Schmerzmittelmissbrauch durch Kinder steigt

Die Rate beim Missbrauch von rezeptpflichtigen Schmerzmitteln bei US-amerikanischen Jugendlichen (und in Deutschland ist es ähnlich, wenn auch nicht so ausgeprägt) ist um 40 % höher als in vorherigen Generationen, und ist nun nach Marihuana die zweithäufigste Form illegale Wirkstoffe zu benutzen laut einer neuen Studie.

Der Missbrauch von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln wie Vicodin, Valium und Oxycontin ist "höher, als in irgendeiner anderen Generation", sagte Studienautor Richard Miech, Professor der Soziologie der Universität von Colorado, Denver, in einer Universitätspressemitteilung.

Die Forscher analysierten Daten vom National Survey on Drug Use and Health von 1985 bis 2009 und stellten fest, dass Missbrauch rezeptpflichtiger Schmerzmittel Folgen hat:

Die Folgen

Es gibt heutzutage mehr Todesfälle auf Grund versehentlicher Überdosen an verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln als durch Überdosen durch Kokain und Heroin zusammen, sagte Miech.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Quelle: Journal of Adolescent Health, Nov. 2012

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