Tourette-Syndrom: Medikamente

Neuropsychiatrische Erkrankungen

Liste

Liste der Medikamente, die beim Gilles-de-la-Tourette-Syndrom eingesetzt werden:

Aripiprazol ist sicher und wirksam bei der Behandlung des Tourette-Syndroms

22.07.2016 Eine Meta-Analyse klinischer Studien, die Wirksamkeit und Sicherheit des Psychopharmakons Aripiprazol bei der Behandlung des Tourette-Syndroms bei Kindern und Jugendlichen bewertete, zeigte eine bedeutsame Gesamtverbesserung bei Häufigkeit und Schwere der Tics im Vergleich zur Placebo-Behandlung.

Das Tourette-Syndrom - eine in der Kindheit einsetzende neuropsychiatrische Störung - wird durch mehrere motorische und vokale Tics charakterisiert und ist mit umfangreichen Verhaltensstörungen verbunden.

Typische und Atypische Antipsychotika

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Derzeit werden zwei Klassen von Psychopharmaka-Medikamenten - nämlich typische Antipsychotika (z.B. Haloperidol) und atypische Antipsychotika (z.B. Risperidon) - bei der Behandlung von Tourette-Syndrom eingesetzt.

Allerdings sind diese Medikamente mit mehreren Nebenwirkungen verbunden, die zu einer verminderten Lebensqualität, verzögerten psychosozialen Entwicklung und sogar beeinträchtigter langfristiger körperlicher Gesundheit führen können. Eine sichere und wirksame Therapie für TS-Patienten ist also dringend erforderlich.

Aripiprazol versus Placebo

Das atypische antipsychotische Medikament Aripiprazol erwies sich als wirksamer als Placebo, aber auch als sicher, wobei die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen in 9 Studien Schläfrigkeit (28,5%), Brechreiz (20,2%) und Kopfschmerzen (13,8%) waren laut der in Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology veröffentlichten Studie der chinesischen Universitäten Jiangnan und Soochow.

In der Metaanalyse waren zehn Studien mit 302 Patienten im durchschnittlichen Alter von 11,6 Jahren analysiert worden.

Ausgewertet und verglichen wurde das Abschneiden beim Yale Globale Tic Severity Scale und beim Clinical Global Impressions Scale for Tic Severity.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universitäten Jiangnan und Soochow, Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology - doi:10.1089/cap.2015.0125; Juli 2016

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