Stalking: Psychische Folgen

Jugendliche Stalking-Opfer: Größeres Risiko für Depression, Risikoverhalten

05.12.2016 Eine im Fachblatt American Journal of Preventive Medicine veröffentlichte Studie hat herausgefunden, dass 14 Prozent der Mädchen und 13 Prozent der Jungen Opfer von Stalking sind.

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Bild: Jake Heckey

Diese Jugendliche berichten auch mit größerer Wahrscheinlichkeit über psychische Symptome wie Depressivität und Risikoverhalten, einschließlich problematischem Alkoholkonsum und Sexting laut den Forschern der Division of Violence Prevention, Centers for Disease Control and Prevention.

Für die Studie befragten die Wissenschaftler 1.236 zufällig ausgewählte Heranwachsende zu einer Liste von 19 Indikatoren für Stalking und erfassten, wie oft sie auftraten.

Auftretenshäufigkeit

Die Teenager wurden dann in drei Klassen separiert basierend auf der Häufigkeit der Exposition: Nicht-Opfer, minimale Exposition und die Gruppe der Opfer.

Wenig ist wirklich über die Auftretenshäufigkeiten und potenziellen (psychischen) Folgen bekannt, die sich nach einer Stalking-Viktimisierung bei Heranwachsenden entwickeln, sagte der leitende Wissenschaftler Dr. Dennis E. Reidy.

Die Forscher analysierten dann die potenziellen psychischen und Verhaltensfaktoren, die mit der Viktimisierung bei Stalking verknüpft waren.

Folgen / Symptome

Die Heranwachsenden waren auch zu psychischen bzw. psychiatrischen Symptomen, wie Stimmungsstörungen, posttraumatischen Stress, Gefühlen der Hoffnungslosigkeit, Sexualverhalten, einschließlich Zahl der Partner, Häufigkeit von Sexting, Geschlechtsverkehr und Drogenkonsum befragt worden.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Jugendlichen in der Opfer-Klasse mit größerer Wahrscheinlichkeit Symptome für Stimmungsstörungen und risikoreicheres Verhalten berichteten als Teenager in den anderen beiden Gruppen.

Jugendliche in der Opfer-Klasse meldeten mehr psychiatrische Symptome während des letzten Monats, und dass sie öfter Opfer von körperlicher Gewalt beim Dating waren.

Sie konsumierten mehr Alkohol und tranken sich auch öfter einen Rausch an. Mädchen rauchten mehr Marihuana, berichteten über mehr Sexting und mehr Sexpartner im Jahr vor der Befragung.

Die Daten zeigen eine größere Gesundheitsgefahr für die Stalking-Opfer und erfordern eine größere Aufmerksamkeit seitens Präventionsforschern und Praktikern, sagte Reidy.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: CDC, American Journal of Preventive Medicine - DOI: 10.1016/j.amepre.2016.08.035; Dez. 2016

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