Bullying

Psychische Probleme - Mobbing

Was ist Bullying?

Definition: Bullying steht für Mobbing in der Schule. Übersetzt heißt es soviel wie schikanieren oder tyrannisieren. Bullying bedeutet also, dass ein gegen Schüler gerichtetes, oftmals kollektives, Schikanieren bzw. Tyrannisieren stattfindet. Der Aggressor wird Bully, das Opfer Bullying-Opfer genannt.

In Deutschland spricht man von Bullying, wenn in der Schule Schüler gemobbt werden; wird am Arbeitsplatz gemobbt, wird es Mobbing genannt. International werden Bullying und Mobbing synonym benutzt. Cyber-Bullying steht für das Mobben über moderne Kommunikationswege, wie Internet, Handy etc.

Definition Bully

Definition: Bully ist beim Bullying derjenige, von dem die Gewalt ausgeht. Das Bullying-Opfer wird vom Bully tyrannisiert. Wobei ist nicht selten vorkommt, dass auch der Bully selbst zum Opfer (dann wird er als Bully-Opfer bezeichnet), und von stärkeren Bullys tyranisiert wird.

Woran erkennt man Bullys?

Bullys zeigen oft und viele Aggressionen. Sie geniessen in der Schule oft Anerkennung, trotz oder auch wegen ihres aggressiven Verhaltens. Bullys zeigen oft folgende Verhaltensweisen: Sie beginnen meistens Schlägereien und quälen Andere; werden sie gerügt, protestieren sie.
Bis zum Alter von 24 sind über die Hälfte der Bullys bereits vorbestraft.

Bullyopfer: Ist Ihr Kind ein Opfer von Bullying?

Viele Kinder wollen nicht zugeben, dass sie tyrannisiert werden, oder wollen keinen Erwachsenen um Hilfe fragen. Also ist es wichtig, die typischen Warnzeichen wahrzunehmen.

Die Stopbullying.gov Website bietet diese Liste von Warnzeichen / Symptomen an:

Die Zeichen

Bullying

© PSYLEX.de - Quelle: Stopbullying.gov, Jan. 2013

Depressive Kinder: Ziel für Mobbing

Kinder mit Depressionen haben ein erhöhtes Risiko, Opfer von Bullying zu werden, sagen die Ergebnisse einer neuen Studie.

Der Befund fordert die allgemeine Überzeugung heraus, dass Mobbing zu psychologischen Problemen wie Depression führt laut den Arizona State University Forschern.

Die Annahme ist oft, dass problematische gleichaltrige Beziehungen Depressionen hervorrufen. Wir stellten fest, dass Depressionssymptome negative gleichaltrige Beziehungen vorhersagten, sagte Karen Kochel, assistierende Forschungsprofessorin der School of Social and Family Dynamics in einer Universitätspressemitteilung.

Wir prüften dies aus beiden Richtungen, aber fanden keinen Beleg dafür, dass gleichaltrige Beziehungen Depression vorhersagten in dieser Probe von Jugendlichen aus Schulen, fügte sie hinzu.

Welche Kinder werden Ziel von Bullying?

Die Forscher analysierten Daten von 486 Kindern der vierten bis sechsten Klasse und fanden: Depressivität in der vierten Klasse ist eine deutliche Vorhersagevariable dafür, dass man in der 5. Klasse eher das Opfer von Bullying und in der 6. Klasse weniger akzeptiert wird.

Die Befunde sind in der 7. Februar Online-Ausgabe der Zeitschrift Child Development herausgegeben worden.

Lehrer, Aufsichtspersonal und Eltern müssen die Zeichen und Symptome von Depressionen kennen und darauf achten, und wissen, dass Depression ein Risikofaktor für problematische gleichschichtige Beziehungen ist, sagte Kochel.

Sie bemerkte, dass positive Beziehungen zu den Peers wesentlich für erfolgreiche Anpassung im Leben, akademischen (schulischen) Erfolg und eine gute psychische Gesundheit stehen.

Wenn Jugend-Depression Beziehungsprobleme zu den Peers vorhersagt, dann ist das Erkennen von Depressionen in diesem besonderen Alter sehr wichtig. Dies wird besonders klar, wenn man bedenkt, dass diese Sozialisierung im Jugendalter Auswirkungen auf das ganze Leben einer Person haben kann, sagte Kochel.

Weil Kinder normalerweise während des Jugendalters beginnen, mehr Zeit mit ihren Peers und weniger Zeit mit ihren Eltern zu verbringen, kann die Schule der beste Ort sein, um Zeichen von Depression bei diesen Kindern aufzudecken und anzusprechen, bemerkten die Forscher.
Quelle: Child Development, Februar 2012

Bullying ist falsch

Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass Mobbing falsch ist

Unterstützung bei Bullying-Prävention muss zu Hause beginnen, also sollten Eltern ein gutes Beispiel geben und dieses Verhalten entmutigen, wann immer möglich.

Die American Academy of Pediatrics schlägt einiges vor, wie man mit seinem Kind Bullying diskutiert:

Wie sagen Sie es Ihrem Kind?

  • Erklären Sie, dass Bullying nie akzeptabel ist.
  • Setzen Sie Regeln für aggressives Verhalten und bleiben Sie fest und konsistent, wenn Sie sie durchsetzen.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran; zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie Andere nicht bedrohen oder in Verlegenheit bringen müssen, um zu bekommen, was Sie wollen.
  • Disziplinieren Sie auf nicht-physische Weise, z.B. durch Wegnahme von Privilegien.
  • Wenn Ihr Kind in Mobbingverhalten verwickelt ist, arbeiten Sie mit der Schule zusammen, um eine adäquate Lösung zu finden.
  • Quelle: American Academy of Pediatrics, Sept. 2011

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