Depression und Mobbing

Psychische Probleme - Mobbing

Einige leiden mehr unter Depressionen, noch lange nachdem sie in der Kindheit gemobbt wurden

02.07.2019 Einige junge Erwachsene, die als Kind gemobbt wurden, scheinen ein größeres Risiko für chronische Depressionen aufgrund einer Mischung aus genetischen und Umwelt-Faktoren zu haben laut einer in JAMA Network Open veröffentlichten Forschungsarbeit.

Die Forscher um Alex S. F. Kwong von der University of Bristol wollten herausfinden, welche Faktoren die Depression bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 10 bis 24 Jahren beeinflussen und warum einige Menschen unterschiedlich auf Risikofaktoren wie Mobbing, mütterliche postnatale Depressionen, Angstzustände im frühen Kindesalter und häusliche Gewalt reagieren.

Zusammenhang zwischen Depressivität und Mobbing in Kindheit

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Unter der Verwendung detaillierter Stimmungs- und Gefühlsfragebogen und genetischer Informationen von 3.325 Teenagern, die Teil der Bristol's Children of the 90s-Studie sind, fanden sie neben Hinweisen auf diese Risikofaktoren zu neun Zeitpunkten heraus, dass Mobbing in der Kindheit stark mit den Verlaufskurven von Depressionen, die in einem frühen Alter anstiegen, verbunden war.

Weitere Risikofaktoren

Kinder, die bis ins Erwachsenenalter ausgeprägte Depressionen zeigten, hatten auch eine höhere Wahrscheinlichkeit einer genetischen Anfälligkeit für Depressionen und eine Mutter mit postnataler Depression.

Kinder, die gemobbt wurden, aber keine genetische Anfälligkeit für Depressionen aufwiesen, zeigten jedoch viel weniger depressive Symptome im jungen Erwachsenenalter.

Die Befunde ergaben, dass junge Erwachsene, die als Kinder gemobbt wurden, achtmal häufiger Depressionen entwickelten, die auf die Kindheit beschränkt waren. Einige in der Kindheit gemobbte Teilnehmer zeigten jedoch größere Depressionsmuster, die bis ins Erwachsenenalter andauerten, und diese Gruppe von Kindern zeigte auch genetische Anfälligkeit und ein familiäres Risiko, schreiben die Studienautoren.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: JAMA Network Open - DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2019.6587

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