Mobbing ist ein 'Schrei nach Liebe'

Psychische Probleme - Mobbing

Kinder und Jugendliche, die sich von ihren Eltern weniger geliebt fühlen, mobben eher im Internet

03.09.2020 KInder und Jugendliche, die ihre Eltern als liebevoll und unterstützend wahrnehmen, sind laut einer neuen Studie von Forschern des NYU Rory Meyers College of Nursing (NYU Rory Meyers College of Nursing) weniger geneigt, sich auf Cybermobbing einzulassen - und andersherum, kann von einem "Schrei nach Liebe" ausgegangen werden: Heranwachsende, die sich eher ungeliebt fühlen, mobben mit größerer Wahrscheinlichkeit.

Internet-Mobbing Hilfe
Bild: Gerd Altmann

Unter Verwendung von Daten aus der Umfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Gesundheitsverhalten von Kindern im Schulalter analysierten die Forscher die Antworten von 12.642 US-amerikanischen Kindern im Vorschul- und Teenageralter (Alter von 11 bis 15 Jahren), die in den Jahren 2009-2010 befragt wurden. Es handelt sich dabei um die neuesten WHO-Daten zu schulpflichtigen Kindern, die in den Vereinigten Staaten gesammelt wurden.

Die Jugendlichen wurden zu ihrem Mobbingverhalten sowie zu ihrer Wahrnehmung bestimmter Familienmerkmale, einschließlich ihrer Beziehung zu ihren Eltern, befragt.

Die Forscher fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit für Cyber-Mobbing umso geringer ist, je mehr die Jugendlichen ihre Eltern als liebevoll und unterstützend empfanden.

Faktor emotionale Unterstützung

Heranwachsende, die bei der Frage "ob ihre Eltern liebevoll sind" "fast nie" sagten, waren mehr als sechsmal so häufig an Internet-Mobbing beteiligt, als Befragte, die antworteten, dass ihre Eltern "fast immer" liebevoll sind.

Andere Arten von emotionaler Unterstützung, einschließlich der Frage, wie sehr Teenager das Gefühl haben, dass ihre Eltern ihnen helfen und sie verstehen, trugen ebenfalls zur Wahrscheinlichkeit bei, ob Jugendliche sich auf Cybermobbing einließen.

Bestimmte demographische Faktoren standen auch im Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit von Cybermobbing bei Jugendlichen. Mädchen waren mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit an Internetmobbing beteiligt als Jungen.

Die Forscher um Laura Grunin weisen darauf hin, dass Pädagogen, Gesundheitsfachkräfte, Experten für soziale Medien und andere, die in der Jugendentwicklung tätig sind, die Familiendynamik berücksichtigen sollten, wenn sie Programme zur Bekämpfung des Mobbings im Internet entwickeln.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: International Journal of Bullying Prevention - dx.doi.org/10.1007/s42380-020-00080-5

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