Stress: Emotionale Konflikte verstärken Gefühl von Zeitnot

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27.02.2015 Verbraucher fühlen sich oft unter Zeitdruck stehend, aber warum? Eine neue Studie legt nahe, dass weniger externe Stress-Faktoren, sondern interne Konflikte uns das Gefühl vermitteln, zu wenig Zeit zur Verfügung zu haben.

Zeitnot
Bild: mikegi

Interne Konflikte

Teilnehmer der in Journal of Marketing Research veröffentlichten Studie wurden darum gebeten, Aufgaben aufzulisten, die eine gewisse Zeit brauchen. Anschließend sollten sie sich vorstellen, diese Aufgaben auszuführen.

Die Teilnehmer stellten sich dann vor, dass die Aufgaben untereinander in Konflikt ständen. In einigen Fällen konkurrierten die Aufgaben tatsächlich um Zeit, aber bei anderen taten sie das lediglich hinsichtlich emotionaler oder finanzieller Gründe.

Wenn die Probanden annahmen, bestimmte Aktivitäten stünden im Konflikt miteinander, fühlten sie sich aufgrund eines gesteigerten Angstgefühls wegen des Konflikts zusätzlich unter Zeitdruck gesetzt. Diese Angst nahm zu, ob der Konflikt nun physisch oder einfach emotional war.

Wegen der vielen Aktivitäten, die tatsächlich um ihre Zeit konkurrieren, verursacht ein emotionaler Konflikt zwischen Aktivitäten beim Verbraucher das Gefühl, dass er noch weniger Zeit hat, schreiben die Autoren.

Emotionale Konflikte → Stress → Zeitdruck

"Emotionen, wie Schuldgefühle darüber, wie die Zeit verbracht wird, oder Angst über Einkommensverluste, rufen Stress hervor und bringen Menschen dazu, sich zeitlich noch gedrängter zu fühlen, als sie es tatsächlich sind."

Die Autoren Jordan Etkin von der Duke Universität, Ioannis Evangelidis von der Erasmus Universität und Jennifer Aaker von der Stanford Universität sagen, es gäbe zwei einfache Strategien, die den Menschen helfen würden, das falsche Gefühl des Zeitdrucks zu reduzieren.

Strategien zur Entschleunigung

Die Ansätze zur Entschleunigung sind: Langsames Atmen und die Neubewertung der Angst (die starken Gefühle von Stress und Angst in produktivere hochenergetische Emotionen wie Begeisterung, Aufregung transferieren).

Beide Techniken ließen die Teilnehmer der Studie fühlen, dass sie nicht unter Zeitdruck standen, wie sie es erst annahmen.

Sich in Zeitnot zu fühlen, beeinflusst wie Menschen ihre Zeit verbringen, und was sie machen, um sie zu 'sparen'. Zeitmangel kann viele schädliche Folgen wie schlechtere Gesundheit, Schlafprobleme und Depression nach sich ziehen, sagten die Autoren.

Durch die Verlangsamung des Atmens oder die Quelle des Stresses in einem positiveren Licht zu sehen / sich vorzustellen, können die Menschen die tatsächlich zur Verfügung stehende Zeit auf eine gesündere und glücklichere Weise genießen, sagten sie weiter.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Duke Universität, Erasmus Universität, Stanford Universität, Journal of Marketing Research; Feb. 2015

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