Musik gegen Stress

Musik: gut für Stressabbau und Immunsystem

Bei einer Analyse von 400 Studien zu den Auswirkungen von Musik auf die Neurochemie fanden Prof. Daniel J. Levitin, McGill Universität, Fachbereich Psychologie, und sein Team, dass das Hören und Spielen von Musik grosse Nutzen für die psychische als auch physische Gesundheit bereit hält.

Verbessert Immunsystem und verringert Angst

Im Besonderen zeigte sich, dass Musik sowohl die Funktionen des Immunsystems des Körpers verbesserte als auch das Stressniveau reduzierte und zum Stressabbau beitrug.

Das Hören von Musik war auch wirksamer als verschreibungspflichtige Medikamente beim Reduzieren der Angst vor einer Operation.

"Wir fanden, dass musikalische Interventionen eine bedeutende Rolle bei der Gesundheitsfürsorge in Einrichtungen spielen können, von Betriebsräumen bis zu (Familien-)Kliniken", sagt Prof. Levitin.

Neurochemische Auswirkungen

"Aber mindestens genauso wichtig ist, dass wir in der Lage waren die neurochemischen Mechanismen zu dokumentieren durch welche Musik eine Wirkung auf vier Bereiche ausübt:

Tatsächlich zeigte die Untersuchung, dass Musik Immunglobulin A (ein Antikörper, der eine wichtige Rolle im Immunsystem spielt) und die natürlichen Killerzellen (die Zellen, die invasive Krankheitserreger, Bakterien angreifen) erhöhen.

Levitins Team stellte auch fest, dass das Hören und Spielen von Musik den Cortisolspiegel (Stresshormon) im Körper reduziert.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: McGill University; März 2013

Musik gegen Stress und Bluthochdruck

21.06.2016 Die Musik von Mozart und Strauss senkt Hypertonie und Cortisol-Niveau im Blut laut einer im Deutschen Ärzteblatt International veröffentlichten Studie der Ruhr-Universität Bochum.

Die Forscher Hans-Joachim Trappe und Gabriele Volt teilten 120 Studienteilnehmer wie folgt zu: Die Hälfte der Freiwilligen hörten für 25 Minuten Musik; die andere Hälfte stellte die Kontrollgruppe dar und wurde unter Ruheverhältnissen untersucht.


Bild: Gerd Altmann

Die Musikhörer wurden in drei Subgruppen unterteilt: Jeweils 20 Teilnehmer hörten entweder

Vor und nach dem Musikhören bzw. des Ausruhens wurde bei allen Teilnehmern Blutdruck, Herzrate und Cortisol-Konzentration (Biomarker für Stress) gemessen.

Die klassische Musik von Mozart und Strauss senkte Blutdruck und Herzrate, wohingegen keine wesentliche Wirkung durch die Lieder von ABBA auf den Blutdruck (jedoch auf die Herzrate) beobachtet werden konnte.

Allerdings senkten sich auch in der Kontrollgruppe diese beiden Werte und der Effekt kam dem des Musikhörens gleich.

Doch alle Musikgenres senkten deutlich die Cortisol-Werte - und damit die Auswirkungen von Stress - im Vergleich zur ruhenden Kontrollgruppe.

Die Faktoren Alter, Geschlecht und individuelle Musikpräferenz spielten keine signifikanten Rollen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Ruhr-Universität Bochum, Deutsches Ärzteblatt International - DOI: 10.3238/arztebl.2016.0347; 2016

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