Ernährung bei Distress / psychischer Belastung

Psychische Probleme: hohe Belastung/Anspannung

Zusammenhang zwischen ungesunder Ernährung und psychologischem Distress

23.02.2019 Eine Studie hat ergeben, dass psychologischer Distress - negativer Stress, der zu psychologischer Belastung führt - mit einer schlechten Ernährungsqualität verbunden ist - unabhängig von persönlichen Merkmalen wie Geschlecht, Bildung, Alter, Familienstand und Einkommen.

Die im International Journal of Food Sciences and Nutrition veröffentlichte Studie zeigte, dass die sich ungesünder ernährenden Teilnehmer auch häufiger über Symptome einer mittelschweren oder schweren psychischen Belastung berichteten als ihre Altersgenossen, die eine gesündere Ernährung konsumierten.

Zucker und verarbeitete Lebensmittel

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Bild: Kaboompics_com

Jim E. Banta von der Loma Linda Universität sagte, dass die Ergebnisse ähnlich sind wie die früherer Studien in anderen Ländern, in denen ein Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und ungesunder Ernährung gezeigt wurde.

Es wurde festgestellt, dass beispielsweise ein erhöhter Zuckerverbrauch mit einer bipolaren Störung zusammenhängt, und der Verzehr von Lebensmitteln, die gebraten werden oder hohe Mengen an Zucker und stark verarbeitetem Getreide enthalten, mit einer Depression in Verbindung gebracht werden konnte.

Verbindung mit psychischen Gesundheitsproblemen

In ihrer Studie haben Banta und sein Team Daten von mehr als 240.000 Telefonumfragen ausgewertet, die zwischen 2005 und 2015 im Rahmen der mehrjährigen California Health Interview Survey (CHIS) durchgeführt wurden.

Die Studie ergab, dass fast 17 Prozent der kalifornischen Erwachsenen wahrscheinlich an psychischen Gesundheitsproblemen leiden - 13,2 Prozent leiden unter mittelschwerer psychischer Belastung und 3,7 Prozent unter schwerem psychologischen Distress.

Die Studie konnte nur einen Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Ernährung feststellen, nicht was Ursache und was Wirkung ist.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: International Journal of Food Sciences and Nutrition - https://dx.doi.org/10.1080/09637486.2019.1570085

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