Häufigkeit, Auftreten von
Nahtoderfahrungen, Nahtoderlebnissen

Jeder 10. hatte schon mal ein Nahtoderlebnis

29.06.2019 Mystische Nahtoderfahrungen, bei denen Menschen über eine Reihe von spirituellen und körperlichen Symptomen berichten, darunter außerkörperliche Empfindungen, Halluzinationen sehen oder hören, rasende Gedanken und Zeitverzerrungen, betreffen etwa 10 Prozent der Menschen laut einer auf dem 5. European Academy of Neurology Congress präsentierten Studie.

Auftreten in lebensbedrohlichen und nicht-lebensbedrohlichen Situationen

Diese Nahtoderfahrungen (NTE) treten bei Menschen, die nicht in unmittelbarer Todesgefahr sind, ebenso häufig auf wie bei Menschen, die wirklich lebensbedrohliche Situationen wie Herzinfarkt, Autounfall, Ertrinken oder Kampfsituationen erlebt haben.

Die häufigsten Erlebnisse

Das göttliche Licht
Rosa Celeste: Dante and Beatrice gaze upon the highest
Heaven, The Empyrean von Gustave Doré

Zu den am häufigsten von den Teilnehmern der Studie berichteten Erfahrungen gehörten:

Welche Nahtoderlebnisse wurden berichtet?

Die Studienteilnehmer beschrieben

Insgesamt 289 Personen berichteten den Psychologen über ein Nahtoderlebnis, und 106 von ihnen erreichten einen Schwellenwert von 7 auf der Greyson Near-Death Experience Scale (was eine echte Nahtoderfahrung bestätigt).

Sind die Erlebnisse angenehm?

Etwa 55 Prozent empfanden die NTE als wirklich lebensbedrohlich und 45 Prozent als nicht wirklich lebensbedrohlich.

Die Nahtoderlebnisse der neuen Studie sind keineswegs nur angenehme Erfahrungen, die mit Gefühlen des Friedens und der Ruhe und des Wohlbefindens verbunden waren, wie in einigen früheren Studien berichtet.

Es sagten sehr viel mehr Menschen, dass sie ihre NTE als unangenehm empfanden. Insgesamt gaben 73 Prozent aller Befragten an, dass sie unangenehm gewesen sei und nur 27 Prozent sagten, sie war angenehm.

Bei denjenigen mit einem Wert von 7 oder mehr auf der Greyson NDE-Skala (eine bestätigte NDE) änderte sich dies jedoch auf 53 Prozent, die von einer angenehmen und 14 Prozent, die von einer unangenehmen Erfahrung berichteten.

REM-Schlaf und Nahtoderfahrung

Basierend auf Erkenntnissen aus früheren Studien fanden die Forscher eine Verbindung zwischen Nahtoderlebnissen und Rapid Eye Movement (REM) Schlafintrusion in die Aufwachphase.

Wenn REM-Schlaf ins Aufwachen übergeht, ist das Gehirn so aktiv, als ob jemand wach ist; das Träumen ist lebendiger, und die meisten Menschen erleben einen Zustand vorübergehender Lähmung, da das Gehirn ein Signal an das Rückenmark sendet, um die Bewegung der Arme und Beine zu stoppen.

Die Wissenschaftler um Daniel Kondziella von der Universität Copenhagen stellten fest, dass REM-Schlaf-Intrusion bei Menschen mit Werten von 7 oder mehr auf der Greyson NDE-Skala (47 Prozent) häufiger auftraten als bei Menschen mit Werten von 6 oder weniger (26 Prozent) oder bei Menschen unterhalb der Schwelle ohne solche Erfahrungen (14 Prozent).

© PSYLEX.de - Quellenangabe: 5. European Academy of Neurology Congress

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