Schlaf, Schlafprobleme und Sex, Sexualität

Schlafpsychologie - Schlafforschung

News und Forschungsartikel, die sich mit der Psychologie des schlechten Schlafes und den Auswirkungen auf die Psyche (bzw. umgekehrt) beschäftigen.

Guter Schlaf stimuliert Sexleben der Frau

21.03.2015 Eine in Journal of Sexual Medicine veröffentlichte Studie besagt, dass eine erholsame Nacht die Libido - zumindest von Frauen - am nächsten Tag erhöht.

In einer Studie des Schlaflabors der Universität Michigan mit 171 Frauen zeigten diejenigen Teilnehmerinnen einen größeren Sexualtrieb, die die Nacht gut geschlafen hatten.

Dosis-Wirkung-Beziehung

Zudem scheint die Beziehung Schlaf-/Libidoververhältnis 'dosisgebunden' zu sein, denn eine zusätzliche Stunde Schlaf erhöhte die Wahrscheinlichkeit sexueller Aktivität mit einem Partner um 14 Prozent.

Schlaf war auch für die genitale Erregung wichtig. Frauen, die im Durchschnitt länger schliefen, hatten weniger Probleme mit der vaginalen Erregung als Frauen, die weniger Schlaf bekamen.

Der Einfluss von Schlaf auf die Libido und Erregung hat bisher kaum Beachtung erhalten. Aber diese Befunde zeigen, dass unzureichender Schlaf Libido und Erregung bei Frauen reduzieren kann, sagte Autor Dr. David Kalmbach.

"Das besonders Wichtige an diesen Befunden ist vielleicht gar nicht so sehr, dass mehr Schlaf besser ist, sondern eher: Wir sollten unserer Psyche und unserem Körper den Schlaf geben, den sie brauchen."

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Journal of Sexual Medicine, Universität Michigan; März 2015

Gesunder Schlaf kann zu besserem Sex führen

01.02.2017 Eine im Fachblatt Menopause veröffentlichte Studie bestätigt die Verbindung zwischen einer kürzeren Schlafdauer, mehr Symptomen von Schlaflosigkeit und einer reduzierten sexuellen Funktion bei postmenopausalen Frauen.

Schlafstörungen sind für viele Frauen während der Menopause üblich, wodurch es zu einer Reihe von negativen gesundheitlichen Folgen wie Herzerkrankungen, Hypertonie und Depression kommen kann. Eine neue Studie zeigt, dass Schlafprobleme auch die sexuelle Zufriedenheit der Frau stören können.

Die Forscher analysierten die Daten von 93.668 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren aus der Women's Health Initiative Observational Study.

Es stellte sich heraus, dass eine kurze Schlafdauer (Definition: weniger als 7 bis 8 Stunden pro Nacht) mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für sexuelle Zufriedenheit verbunden war.

Von den Teilnehmerinnen berichteten 56 %, sie wären mit ihrer gegenwärtigen sexuellen Aktivität einigermaßen oder sehr zufrieden, und 52 % berichteten über sexuelle Aktivität mit einem Partner innerhalb des letzten Jahres. Die Prävalenz von Schlaflosigkeit betrug 31 %.

Auch nach der Berücksichtigung verschiedener möglicher Störfaktoren - wie Depression und chronische Erkrankungen - blieb der Zusammenhang zwischen sexueller Zufriedenheit und Schlaflänge bzw. Schlafqualität erhalten.

Altersabhängige Ausprägung

Diese Beziehung war jedoch unterschiedlich ausgeprägt zwischen den Altersgruppen. Ältere Frauen waren eher weniger sexuell aktiv - im Vergleich zu jüngeren Frauen - wenn sie weniger als 7 bis 8 Stunden pro Nacht schliefen.

Frauen im Alter von 70 Jahren und älter, die weniger als 5 Stunden schliefen, waren zu 30 % weniger sexuell aktiv als Frauen, die 7 bis 8 Stunden schliefen. Es ist bekannt, dass Schlafprobleme mit dem Alter zunehmen, schreiben die Forscher.

Diese Verbindung zwischen Menopause-Symptomen und einem unzulänglichen Schlaf und den Auswirkungen auf die sexuelle Aktivität / Zufriedenheit sollte den Frauen und ihren Ärzten bewusst sein, sagte Dr. JoAnn Pinkerton von der North American Menopause Society.

Es gibt wirksame Behandlungsoptionen, die bei Schlafstörungen und sexuellen Problemen helfen können, einschließlich Hormontherapie, die sich in dieser Studie als hilfreich gegen die Symptome erwiesen hat, sagte Pinkerton.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: North American Menopause Society, Menopause; Feb. 2017

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