Traum: Gehirnaktivität, Gehirn
Non-REM- und REM-Schlaf

Gehirnaktivitäten beim Träumen im NREM-Schlaf

Studie untersucht Unterschiede in der Gehirnaktivität zwischen Träumen und Nicht-Träumen

11.08.2016 Eine in Scientific Reports veröffentlichte Studie der Universitäten Aalto und Wisconsin konnte demonstrierten, dass die Gehirnaktivität von Menschen, die während des NREM-Schlafs träumen, der von Menschen im Wachzustand ähnlicher ist - im Vergleich zu Menschen, die nicht im NREM-Schlaf träumen.

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Bild: Kai Stachowiak

Die Forscher untersuchten mit Hilfe eines TMS-EEG-Geräts (das transkranielle Magnetstimulation und EEG kombiniert), wie die Gehirntätigkeiten von Menschen in der Non-Rapid-Eye-Movement (NREM) Schlafphase davon beeeinflusst werden, ob sie träumen oder nicht träumen.

Das Bewusstsein in anderen physiologischen Stadien (z.B. während des Wachens, Schlafens, der Anästhesie und vegetativen Stadiums) ist vorher mit TMS-EEG-Messungen erforscht worden. Die aktuelle Studie wollte alle anderen Unterschiede möglichst gründlich beseitigen, die mit den anderen Stadien verbunden sind, und aus diesem Grund konzentrierten sich die Forscher auf das enge physiologische Stadium des NREM-Schlafes, bemerkten die Forscher.

Man kann auch im NREM-Schlaf träumen

Dazu wurden den Versuchspersonen, drei Minuten nachdem der NREM-Schlaf eingesetzt hatte, magnetische Impulse verabreicht, die ein schwaches elektrisches Feld induzierten und die Neurone aktivierten.

Nach einer Reihe von Impulsen wurden die Teilnehmer dann mit einem Warnton aufgeweckt, und sie sollten berichten, ob sie geträumt hatten, und den Inhalt des Traums beschreiben.

Die meisten nehmen an, dass Träume nur im REM-Schlaf vorkommen. Doch die Forscher konnten auch in dieser Studie demonstrieren, dass die aus dem NREM-Schlaf aufgeweckten Teilnehmer in über der Hälfte der Fälle angaben, sie hätten geträumt.

EEG-Wellen bei Träumen im NREM

Studienautor Dr. Jaakko Nieminen von der Aalto sagte: Das EEG zeigte, dass die durch die magnetischen Impulse erzeugte Gehirnaktivität bemerkenswert kürzer bei Personen war, die nicht träumten, d. h. bewusstlos waren, als bei träumenden Personen.

Die Wissenschaftler beobachteten auch, dass je länger der Traum anhielt, desto mehr ähnelte das EEG demjenigen wacher Personen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universitäten Aalto und Wisconsin, Scientific Reports - DOI: 10.1038/srep30932; August 2016

Wir träumen auch während Non-REM-Schlafzyklen

12.05.2017 Eine neue im Fachmagazin Nature Neuroscience veröffentlichte Studie konnte zeigen, dass ihre Teilnehmer sowohl während REM- als auch Non-REM-(NREM)-Schlafzyklen träumten.

Viele Jahre lang dachte man, die Menschen würden nur in den REM-Zyklen des Schlafes träumen. Doch nun bestätigen Schlafforscher eine frühere Studie darin, dass diese Annahme falsch ist.

An der Studie nahmen 32 Freiwillige teil, die während des Schlafes im Schlaflabor EEG-Kappen trugen. Sie wurden zu verschiedenen Zeiten abhängig von den EEG-Daten geweckt und gefragt, ob und was sie geträumt hatten.

Nach der Analyse der Daten fanden die Forscher um Francesca Siclari von der Universität Lausanne, dass viele der Teilnehmer während NREM-Zyklen geträumt hatten. Sie konnten sich allerdings an die Träume im Non-REM-Schlaf schlechter erinnern.

'Heiße Zone'

Die Wissenschaftler fanden auch eine Verknüpfung zwischen dem Träumen während Zyklen von REM- als auch NREM-Schlaf mit niederfrequenten Gehirnwellen, die in einer Gehirnregion auftraten, die sie als 'heiße Zone' bezeichneten.

Die heiße Zone, sagen die Schlafforscher, erlaubte es ihnen vorherzusagen, ob ein Mensch träume.

Traumzeiten

Als nächstes sollten sieben - mit Traumstudien vertraute - Teilnehmer zwischen fünf und 10 Nächten im Schlaflabor mit EEG-Kappen auf ihren Köpfen schlafen. Das erlaubte den Forschern zu kontrollieren, wie lange die Teilnehmer träumten, und wann:

Die Probanden verbrachten etwa 71 Prozent der Zeit während des Non-REM-Schlafes und 95 Prozent während der REM-Zyklen träumend.

Traumerinnerungen

In einem weiteren Experiment untersuchten die Forscher 10 Menschen während sie schliefen, und weckten sie in verschiedenen Stadien des Träumens auf:

Die Teilnehmer konnten sich besser an ihre Träume erinnern, wenn während des Traums Aktivität im präfrontalen Cortex beobachtet wurde (eine Region des Gehirns, die mit der Bildung von Erinnerungen verbunden ist).

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Lausanne, Nature Neuroscience - DOI: 10.1038/nn.4545; April 2017

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