COPD und die Angst

Angst - Psychologie

News aus der Forschung zum gemeinsamen Auftreten von Angst / Ängstlichkeit und Chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Viele der Betroffenen haben z.B. Angst vor dem Ersticken, Schlafen. COPD ist eine übergeordnete Bezeichnung für bestimmte Lungenerkankungen, bei denen es zu starken Husten, Auswurf und Atemnot, und besonders zu Problemen bei der Ausatmung kommt. Dies verschlimmert sich bei Belastung und mit Fortdauer der Krankheit. COPD ist (bislang) nicht heilbar.

Kognitive Verhaltenstherapie hilft, Angstzustände bei COPD-Patienten zu reduzieren

24.12.2018 Angst ist eine wichtige Komorbidität bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Eine im Fachblatt ERJ Open Research veröffentlichte Studie untersuchte, ob eine von Krankenschwestern durchgeführte kognitive Verhaltenstherapie (KVT) die Symptome von Angstzuständen reduzieren kann und kostengünstig ist.

Vergleich mit Selbsthilfe-Anweisungen

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Dr. Karen Heslop-Marshall von der Chest Clinic, Newcastle upon Tyne Hospitals NHS Foundation Trust, RVI Hospital, Newcastle upon Tyne in Großbritannien, und Kollegen wiesen 279 Patienten mit COPD und großer Angst zufällig einer Behandlung mit kognitiver Verhaltenstherapie oder einer Gruppe zu, die Selbsthilfe-Büchlein erhielt (Kontrollgruppe).

Die Autoren maßen Angst, Depression und Lebensqualität zu Beginn und nach drei, sechs und zwölf Monaten.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die mittlere Veränderung der Gruppenmittelwerte von der Basislinie bis nach drei Monaten bei der Hospital Anxiety and Depression Anxiety Subscale 3,4 in der KVT-Gruppe und 1,88 in der Kontrollgruppe betrug (mittlerer Unterschied war 1,52).

Wirksamer und kostengünstiger

Nach 12 Monaten war die KVT-Intervention kostengünstiger als die Selbsthilfe-Intervention und hatte die Krankenhauseinweisungen und die Anwesenheit in Notaufnahmen stärker verringert.

Diese Studie zeigt, dass eine kurze KVT-Intervention, die allein von Krankenschwestern durchgeführt wurde, klinisch wirksam bei der Reduktion von Angstsymptomen und kostengünstig war, schreiben die Studienautoren.

Kognitive Verhaltenstherapie sollte in die Routineabläufe der klinischen Versorgung von Patienten mit COPD integriert werden, schließen die Forscher.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: ERJ Open Research - DOI: 10.1183/23120541.00094-2018

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