Angst vor der Zahnbehandlung

Angst-Psychologie - Ängste

Welche Behandlung hilft am besten vor der Zahnbehandlungsangst?

14.12.2017 Eine im Fachblatt Journal of Dentistry veröffentlichte Studie des Uniklinikums Jena untersuchte die Wirksamkeit von nicht-medikamentösen Behandlungen gegen die Angst vor der Zahnbehandlung.

Dazu analysierten sie die Ergebnisse von 29 Studien mit insgesamt 2.886 Patienten, in denen gegen leichte bis mittlere Zahnarztangst mit unterschiedlichen Methoden interveniert wurde. Studien mit Patienten mit starker Angst vor dem Zahnarzt bzw. der Zahnbehandlung (also mit sogenannter Zahnbehandlungsphobie bzw. Zahnarztphobie) waren nicht berücksichtigt worden.

zahnarztinstrumente
Bild: jan mesaros

In den Studien waren Hypnose, Entspannungsübungen, Musikhören, Ablenkung und ausführliche Informationen zum Einsatz gekommen. Die Patienten waren wegen größeren Zahnfüllungen, Wurzelbehandlungen, dem Ziehen von Weisheitszähnen und Setzen von Implantaten in zahnärztlicher oder zahnchirurgischer Behandlung.

Es zeigte sich, dass alle Behandlungsansätze wirksam bei den Patienten Stress bzw. psychische Belastung und Angst linderten, wobei Hypnose am wirksamsten gegen Zahnbehandlungsangst wirkte, schreiben die Forscher um die Psychologin PD Dr. Jenny Rosendahl.

Jedoch: "Eine schmerzlindernde Wirkung der untersuchten Maßnahmen ließ sich aber nicht nachweisen. Das liegt sicher auch daran, dass die meisten Zahnbehandlungen ohnehin unter Lokalanästhesie durchgeführt wurden", sagte sie.

Die Psychologen und Zahnmediziner wollen Zahnärzte darin bestärken, zusätzlich zur normalen Behandlung auch nicht-medikamentöse Interventionen für psychisch belastete und ängstliche PatientInnen in Erwägung zu ziehen.

"Schon ablenkende Bilder oder Musik kann die Angst der Patienten verringern. Und der Aufwand für Hypnose muss auch nicht groß sein; in den untersuchten Studien kamen die Anweisungen hierfür vom Band", schließt Rosendahl.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Jena; Journal of Dentistry - doi: 10.1016/j.jdent.2017.11.005; Dez. 2017

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