Furcht (Psychologie)

Biologische Psychologie - Gefühle

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Furcht: Warum reißen wir die Augen weit auf?

Gesichter mit weit aufgerissenen Augen signalisieren normalerweise Furcht; dies vergrößert unser Gesichtsfeld und erleichtert anderen die Gefahr auszumachen.

Nutzen des Ausdrucks der Furcht

Forscher der Universität von Toronto sagen, dass der Ausdruck von Furcht durch große, geweitete Augen sowohl der Person, die den Ausdruck macht, als auch der Person nützt, die ihn sieht.

Größeres visuelles Feld

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Bild: Jean-Baptiste Greuze

Die Befunde zeigen, dass erweiterte Augen ein größeres visuelles Feld schaffen, welches uns besser helfen kann, potenzielle Bedrohungen unserer Umgebung ausfindig zu machen.

Aber diese erweiterten Augen helfen auch, ein klareres Blicksignal an Beobachter zu senden: "Schau dort", sagen sie, was helfen kann, dass eine Gefahr von anderen schneller ausfindig gemacht werden kann.

"Es gibt einen Grund dafür, dass emotionale Ausdrücke so gezeigt werden", sagte einer Forscher. "Sie sind sozial nützlich für die Übermittlung von Gefühlslagen, aber sie sind eben auch als einfache physische Signale nützlich."

Sozialer Nutzen aufgerissener Augen

In der Studie konnten Teilnehmer mit erschrecktem Gesicht und aufgerissenen Augen visuelle Muster besser im peripheren Gesichtsfeld ausmachen, als Teilnehmer, die einen neutralen Ausdruck oder einen Ausdruck des Ekels machten.

Und warum kann besser signalisiert werden, woher die Gefahr kommt ? Durch die weit aufgerissenen Augen gibt es einen stärkeren Kontrast zwischen Iris und dem Weiß der Augen, so dass die Blickrichtung besser durch Beobachter identifiziert werden kann.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Toronto, Mai 2013

Laute Umgebungen beeinflussen Geschmackssinn

14.05.2015 Wissenschaftler der Cornell University untersuchten wie Flugzeuglärm die Geschmacksempfindungen von Flugpassagieren beeinflusst und stellten Erstaunliches fest.

Die Passagiere veränderten ihre Fähigkeit süße, saure, bittere und salzige Aromen zu schmecken: Die Geschmackswahrnehmung von Süßem wurde in der lauten Umgebung (85 Dezibel an Bord eines Jets) besonders stark unterdrückt und Umami-reiche Nahrung schmeckte besonders gut.

Umami

Umami beschreibt einen vollmundigen Geschmack, der durch die Aminosäure Glutaminsäure hervorgerufen wird. Diese ist z.B. in eiweißhaltigen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Käse, Tomaten und Pilzen enthalten oder wird oft als Geschmacksverstärker (auch bekannt als Glutamat) dem Essen beigemengt (besonders gerne in der asiatischen Küche und vorgefertigten Lebensmitteln).

"Unsere Studie konnte demonstrieren, dass unser Geschmackssinn bei Krach leidet. Interessanterweise scheint dies (deutlich) auf Süßes und den Umami-Geschmack beschränkt zu sein", sagte Autor Robin Dando in der Zeitschrift Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance. "Die multisensorischen Eigenschaften der Umgebung, wo wir unsere Nahrung verzehren, können unsere geschmackliche Wahrnehmung verändern."

Die Studie könnte zu einer Neuausrichtung der Menuzusammenstellung führen, die an diese laute Umgebung angepasst ist - mit anderen Worten, sie könnte das Essen im Flieger verbessern. Die auditiven Bedingungen in der Luftfahrt können tatsächlich einen bestimmten Geschmack verbessern, fanden die Forscher. Dagegen wiesen die geschmacklichen Einstufungen in einer lauten Umgebung auf eine ausgeprägte Unterdrückung einer Geschmacksintensität - der Sinn fürs Süße wurde abgestumpft.

Fluggesellschaften bestätigen das Phänomen. Die Lufthansa hatte bemerkt, dass Passagiere ebenso viel Tomatensaft wie Bier tranken. Das Flugunternehmen beauftragte eine Studie, die einen Zusammenhang zwischen dem Kabinendruck und einem verbesserten Tomatensaftgeschmack demonstrierte.

Abhängigkeit des 'Aromas'

Die Geschmackswahrnehmung hängt nicht nur von der Integration mehrerer mit der Nahrung oder dem Getränk selbst verbundener sensorischer Inputs ab, sondern auch von den sensorischen Attributen der Umgebung, in der die Nahrung verzehrt wird, so die Forscher.

Dando sagt: "Die multisensorische Natur dessen was wir 'Aroma' nennen, wird zweifellos von komplexen zentralen und peripheren Interaktionen gestützt. Unsere Ergebnisse charakterisieren ein neuartiges sensorisches Zusammenspiel mit faszinierenden Folgen für die Wirkung durch die Umgebung, in der wir unsere Nahrung aufnehmen."

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Cornell Universität, Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance; Mai 2015

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