Gehirnnahrung - Ernährung fürs Gehirn

Ernährung - Neurologische Erkrankungen - Gehirngesundheit

Mittelmeer-Diät reduziert kognitiven Rückgang

Die Mittelmeerdiät scheint eine gute Ernährung für das Gehirn zu sein, denn sie kann das Tempo des kognitiven Rückgangs bei älteren Erwachsenen reduzieren laut einer online am 22. Dezember herausgegebenen Studie des American Journal of Clinical Nutrition.

Mediterrane Ernährung gegen kognitive Ausfälle

Zu den kognitiven Fähigkeiten eines Menschen zählen zum Beispiel Erinnerung, Lernen, Aufmerksamkeit, Kreativität, Planen, Imagination, Argumentation, Introspektion, Orientierung, Wille, Glauben und einige mehr.

Christine C. Tangney, M.D. vom Rush University Medical Center in Chicago und Kollegen analysierten Daten von 2.280 Schwarzem und 1.510 weißen Erwachsenen im Alter von 65 Jahren oder älter, die am Chicago Health and Aging Project, einer andauernden Langzeitstudie, teilnahmen.

Erfasst wurden die Teilnehmer nach mediterranischem Muster (MedDiet) oder dem Healthy Eating Index-2005 (HEI-2005) während einer durchschnittlichen Nachtestperiode von 7,6 Jahren. Kognitive Funktionen der Teilnehmer wurden in dreijährigen Intervallen bewertet.

Die Forscher stellten fest, dass weiße Teilnehmer höhere Mittelmeerkost-Scores (MedDiet) aber niedrigere HEI-2005 Punkte hatten als schwarze Teilnehmer.

Nach der Berücksichtigung grundlegender Variablen (Alter, Geschlecht, Rasse, Bildung, Beteiligung an kognitiven Aktivitäten und Energie) wurden höhere MedDiet-Punkte mit langsameren Raten des kognitiven Rückgangs verbunden.
Diese Verbindung wurde nicht bei der HEI-2005-Ernährung beobachtet.
Quelle: American Journal of Clinical Nutrition, Jan. 2011

Bessere Ernährung verbunden mit größerem Gehirnvolumen

17.05.2018 Laut einer im Fachblatt Neurology veröffentlichten Studie ist eine bessere Ernährungsqualität mit einem größeren Hirnvolumen verknüpft und könnte dadurch wohl auch mit einer besseren Gesundheit des Gehirns verbunden sein.

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Bild: Jasper Greek Golangco (Wikipedia)

Pauline H. Croll von der Erasmus Universität in den Niederlanden und Kollegen untersuchten den Zusammenhang von Ernährungsqualität mit strukturellen Hirngewebevolumina und fokalen Gefäßverletzungen anhand von Magnetresonanztomographien von 4.447 Teilnehmern der Rotterdamer Studie (2005 bis 2015).

Sie schlossen Teilnehmer mit einer unsicheren Energiezufuhr, einer prävalenten Demenz oder einem kortikalen Infarkt aus und analysierten dann die Daten der übrigen 4.213 Personen.

Größeres Hirnvolumen

Die Forscher fanden heraus, dass eine bessere Ernährungsqualität mit größerem Gehirnvolumen, Volumen der grauen Substanz, Volumen der weißen Substanz und Volumen des Hippocampus zusammenhing.

Es gab keinen Zusammenhang zwischen Diätqualität und Läsionsvolumen der weißen Substanz, Lakunen (Ausbuchtungen) oder Mikroblutungen, schreiben die Forscher.

Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Nüsse

Konkret wurde ein größeres Gehirnvolumen mit einer hohen Aufnahme von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen, Milchprodukten und Fisch sowie einer geringen Aufnahme von zuckerhaltigen Getränken in Verbindung gebracht.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wirkung der Ernährung auf die Neurodegeneration über die Gehirnstruktur wirken kann, schreiben die Autoren.

Mehr Forschung, insbesondere Längsschnittforschung, ist nötig, um die direkten und indirekten Effekte zwischen Ernährungsqualität und Gehirngesundheit zu entschlüsseln, schlossen die Wissenschaftler.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Erasmus Universität; Neurology - DOI: https://doi.org/10.1212/WNL.0000000000005691

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