Curcumin / Kurkumin (Gehirn, Gedächtnis)

Gehirnforschung - Gedächtnisforschung

Curcumin verbessert Gedächtnisleistung und Stimmung

23.01.2018 Der tägliche Verzehr einer bestimmten Form von Curcumin - der Substanz, die dem indischen Curry seine helle Farbe verleiht; oft auch Kurkumin geschrieben - verbessert das Gedächtnis und die Stimmung bei Menschen mit leichtem, altersbedingten Gedächtnisverlust laut einer Studie der University of California, Los Angeles.

Die Studie untersuchte die Auswirkungen einer vom Körper leicht resorbierbaren Curcumin-Nahrungsergänzung auf die Gedächtnisleistung bei Menschen ohne Demenz sowie die potenziellen Auswirkungen von Curcumin auf die mikroskopischen Plaques und neurofibrillären Tangles im Gehirn von Menschen mit Alzheimer-Krankheit.

Entzündungshemmend und antioxidativ

Curcumin aus der Kurkuma-Pflanze hat sich in Laborstudien als entzündungshemmend und antioxidativ erwiesen. Dies wurde auch als möglicher Grund dafür angeführt, dass Senioren in Indien, wo Curcumin ein Grundnahrungsmittel ist, eine geringere Prävalenz für die Alzheimer-Krankheit und eine bessere kognitive Leistungsfähigkeit haben.

Kurkumin Pulver und Kapseln
Bild: sarahisaghost (pixabay)

Wie genau Curcumin diese Effekte ausübt, ist nicht sicher, aber es könnte an dessen Fähigkeit liegen, Entzündungen im Gehirn zu verringern, die mit Alzheimerkrankheit und klinischen Depressionen verbunden worden sind, sagte Erstautor Dr. Gary Small, Direktor der geriatrischen Psychiatrie am Longevity Center der UCLA und der Abteilung für geriatrische Psychiatrie am Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior an der UCLA.

Bei leichten Gedächtnisproblemen

An der doppelblinden, placebokontrollierten Studie nahmen 40 Erwachsene im Alter zwischen 50 und 90 Jahren teil, die leichte Gedächtnisprobleme hatten. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip auf die Einnahme von Placebo oder 90 Milligramm Curcumin zweimal täglich über einen Zeitraum von 18 Monaten verteilt.

Alle 40 Probanden wurden zu Beginn der Studie und im Abstand von sechs Monaten mit standardisierten kognitiven Tests bewertet, und zu Beginn der Studie und nach 18 Monaten wurde der Curcuminspiegel im Blut gemessen.

Dreißig der Probanden unterzogen sich einer Positronen-Emissions-Tomographie (PET-Scans), um den Amyloid- und Tau-Spiegel in ihrem Gehirn zu Beginn der Studie und nach 18 Monaten zu bestimmen.

Aufmerksamkeits- und Gedächtnisverbesserungen

Die Personen, die Curcumin nahmen, erreichten bedeutende Verbesserungen ihres Gedächtnisses und ihrer Aufmerksamkeit; bei den Placebo-Teilnehmern gab es keine positiven Veränderungen.

Bei den Gedächtnistests verbesserten sich die Teilnehmer der Curcumin-Gruppe in den 18 Monaten um 28 Prozent.

Stimmungsverbesserungen und weniger Plaques im Gehirn

Diejenigen, die Kurkumin einnahmen, zeigten auch leichte Verbesserungen in der Stimmung, und ihre PET-Scans des Gehirns zeigten signifikant weniger Amyloid- und Tau-Hinweise in der Amygdala und im Hypothalamus als die der Placebo-Gruppe.

Die Amygdala und der Hypothalamus sind Regionen des Gehirns, die verschiedene Gedächtnis- und emotionale Funktionen steuern.

Nebenwirkungen

Vier aus der Curcumin-Gruppe und zwei aus der Placebo-Gruppe hatten leichte Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen und Übelkeit.

Aussicht

Die Forscher planen, eine Folgestudie mit einer größeren Personen-Anzahl durchzuführen. Diese Studie wird einige Menschen mit leichter Depression einbeziehen. So können die Wissenschaftler untersuchen, ob Curcumin auch antidepressive Wirkungen hat.

Die größere Stichprobe würde es ihnen auch ermöglichen zu analysieren, ob die Gedächtnis-steigernden Effekte von Curcumin je nach genetischem Risiko für Alzheimer, Alter oder Ausmaß ihrer kognitiven Probleme variieren.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Einnahme dieser relativ sicheren Form von Curcumin im Laufe der Jahre einen sinnvollen kognitiven Nutzen bringen kann, sagte Small.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University of California, Los Angeles; The American Journal of Geriatric Psychiatry - DOI: 10.1016/j.jagp.2017.10.010; Jan. 2018

Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Kurkuma gegen Depressivität

23.01.2018 Kommentar von Uschi:

Ich habe zwei Nahrungsmittelintoleranzen und nehme seit Monaten Kurkuma, weil dies auc gut für den Darm ist. Ich habe auch leichte Depressionen. Ich war jetzt einigermaßen überrascht, dass dies auch bei Depressionen etc. helfen soll.
Kann man sich hier irgendwo zu einem Newsletter eintragen, ich möchte das Ganze gern verfolgen, wenn weitere Studien durchgeführt werden.

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