Gedächtnis: Mann, Frau, Geschlechterunterschiede

Wer hat das bessere Gedächtnis - Männer oder Frauen?

10.11.2016 Eine neue im Fachblatt Menopause veröffentlichte Studie belegt, dass Frauen mittleren Alters ein besseres Gedächtnis als Männer im gleichen Alter haben, obwohl ihre Gedächtniskapazitäten im Postklimakterium schlechter werden.

Gedächtnisverluste

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Bild: Gerd Altmann

Gedächtnisverluste sind - bedauerlicherweise - eine inzwischen gut dokumentierte Folge des Alterungsprozesses. Epidemiologische Schätzungen weisen darauf hin, dass etwa 75 % der älteren Menschen über Gedächtnisprobleme berichten.

Frauen berichten über eine größere Vergesslichkeit und "Brain Fog" (Benommenheit, Dumpfheit) während des Klimakterium-Übergangs. Außerdem haben Frauen ein unverhältnismäßig starkes Risiko für Gedächtnisstörungen und Demenz im Vergleich zu Männern.

Vergleich zu Männern

Trotz dieser Störungen, die gegen sie arbeiten, scheinen Frauen mittleren Alters ihre gleichaltrigen männlichen Pendants bei allen Gedächtnismaßen laut der Studie zu übertreffen.

Die Querschnittstudie mit 212 Männern und Frauen im Alter von 45 bis 55 Jahren bewertete

über kognitive Tests.

Vergleich prä-, peri- und postmenopausale Frauen

Die Studie zeigte nicht nur Unterschiede zwischen den Geschlechtern, sondern auch dass prä- und perimenopausale Frauen in mehreren Schlüsselbereichen des Gedächtnisses die postmenopausalen Frauen übertrumpften.

Dabei konnte der Abfall der Estradiol-Werte bei postmenopausalen Frauen mit niedrigeren Werten beim Lernen und Abrufen zuvor gelernter Informationen in Verbindung gebracht werden, wohingegen Gedächtnisspeicher und Konsolidierung aufrechterhalten wurden.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Menopause (The North American Menopause Society); Nov. 2016

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