Gewichtsabnahme (Psychologie), Diätpsychologie IV

Ernährungspsychologie

Abnehmen durch genug Schlaf und weniger Stress

Zwischen sechs und acht Stunden Schlaf pro Nacht und sich weniger Stress aussetzen, kann den Erfolg bei einem Programm zur Gewichtsabnahme bestimmend beeinflussen laut einer Studie, die online am 29. März in der International Journal of Obesity herausgegeben wurde.

Genügend Schlaf kann bei Gewichtsverlust helfen

Charles R. Elder, M.D. vom Kaiser Permanente Center for Health Research in Portland, Oregon, und Kollegen untersuchten, ob Schlafdauer, Zeit am Bildschirm (Computer oder Fernsehen), Depression und Stress den Erfolg bei einem Gewichtsverlustprogramm vorhersagen können.

In der ersten Phase der LIFE-Studie nahmen 472 fettleibige Menschen während 26 Wochen an einem intensiven Coaching zu Verhaltensänderungen mit dem Ziel der Gewichtsabnahme teil.

Schlafzeit, Schlaflosigkeit, Bildschirmzeit, Depression und Stress wurden am Anfang des Programms und nach Gewichtsverlust gemessen. Teilnehmer, die mindestens 4,5 kg in der ersten Stufe verloren, waren berechtigt an der zweiten Stufe des Programms teilzunehmen.

Die Forscher stellten fest, dass der durchschnittliche Gewichtsverlust 6,3 kg betrug, und 60 Prozent der Teilnehmer berechtigt an der zweiten Phase teilzunehmen.

Schlafzeit und geringerer Stress zu Beginn des Programms sagten den Erfolg im Programm vorher. Teilnehmer, die mehr als sechs Stunden und weniger als acht Stunden schliefen, verloren wahrscheinlicher genug Gewicht, um die Berechtigung für die zweite Phase der Studie zu erreichen.

Ein niedrigeres Stress-Niveau zu Beginn, sagte auch die Berechtigung zur zweiten Phase vorher, genauso wie ein allgemeiner größerer Gewichtsverlust in der ersten Phase. Gewichtsabnahme war bedeutend verbunden mit reduziertem Stress (P=0,048) und Depression (P=0,035).

Die Ergebnisse zeigen, dass Kliniker und Forscher überlegen sollten, ihre Aufmerksamkeit auf Schlaf, Depression und Stress als Teil eines Gewichtsverlust-Programms zu richten, schreiben die Autoren.
Quelle: International Journal of Obesity, Mai 2011

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