Akne (Psyche, Psychologie)

Kognitive Psychologie - Gesundheitspsychologie

Akne-Stigma steht im Zusammenhang mit einer geringeren allgemeinen Lebensqualität

29.09.2018 Die Psyche vieler Menschen mit Akne wird negativ beeinflusst durch ein wahrgenommenes soziales Stigma in Hinblick auf das Hautbild laut einer im Fachblatt PLOS ONE veröffentlichten Studie.

Obwohl Jugendliche am häufigsten von Akne betroffen sind, sind auch 10,8% der Kinder im Alter von 5-13 Jahren und 12,7% der Erwachsenen über 59 Jahren betroffen.

Psychische und körperliche Symptome

mädchen schämt sich
Bild: George Hodan

Eine Befragung von 271 Akne-Betroffenen hat ergeben, dass ihre persönlichen negativen Wahrnehmungen darüber, wie die Gesellschaft ihr Aussehen sieht, mit höherer psychischer Belastung (psychologischer Distress) und auch körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Problemen verbunden sind.

Frauen in der Studie berichteten über eine größere Beeinträchtigung der Lebensqualität und über mehr Symptome als Männer. Die Schwere der Akne war signifikant mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und der psychischen Belastung verknüpft.

Wahrnehmung von Stigmatisierung

Dr. Aisling O'Donnell und Jamie Davern vom Fachbereich Psychologie der Universität Limerick führten die Studie durch, um zu untersuchen, ob die Wahrnehmung von Stigmatisierung durch Akne-Patienten signifikant psychologische und physische Gesundheitsresultate vorhersagt, insbesondere gesundheitsbezogene Lebensqualität, psychische Belastung und somatische Symptome.

Befragte, die ein hohes Maß an Akne-Stigma wahrnahmen, berichteten auch über ein höheren Maß an psychischen Distress, Angst und Depression sowie über somatische Erkrankungen wie Atemwegserkrankungen.

Die Ergebnisse dieser Studie spiegeln frühere Untersuchungen wider, die zeigen, dass Menschen mit sichtbaren körperlichen Unterschieden, die von der Gesellschaft negativ betrachtet werden, dadurch eine Beeinträchtigung des psychischen und physischen Wohlbefindens erfahren können, schreiben die Psychologinnen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: PLOS ONE - dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0205009

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