Diabetes (Psyche, Psychologie)

Psychische Gesundheit - Gesundheitspsychologie

Persönlichkeit kann das Risiko für die Entwicklung von Diabetes erhöhen

25.01.2019 Eine in The North American Menopause Society veröffentlichte psychologische Studie zeigt, dass positive Persönlichkeitsmerkmale wie Optimismus tatsächlich dazu beitragen können, das Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes zu verringern.

Vorherige Belege zeigen, dass Depressionen und Zynismus auch mit einem erhöhten Diabetesrisiko verbunden sind. Darüber war ein starke Feindseligkeit mit hohen Nüchtern-Glukosespiegeln, Insulinresistenz und Diabetes in Verbindung gebracht worden. Wenige Studien haben jedoch den Zusammenhang von potenziell schützenden Persönlichkeitsmerkmalen mit dem Diabetes-Risiko untersucht.

Psychologische Einflussfaktoren

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Bild: Tesa Robbins

Die aktuelle Forschungsarbeit untersuchte psychologische Einflussfaktoren: Sind Persönlichkeitsmerkmale, einschließlich Optimismus, Negativität und Feindseligkeit, mit dem Risiko der Entwicklung von Typ-2-Diabetes bei postmenopausalen Frauen verbunden?

Die Studie folgte 139.924 postmenopausalen Frauen der Women's Health Initiative, die zu Studienbeginn kein Diabetes hatten. Nach 14 Jahren Follow-up wurden 19.240 Fälle von Typ-2-Diabetes identifiziert.

Optimismus

Im Vergleich zu Frauen im untersten Quartil der Optimismus-Werte (am wenigsten optimistisch) hatten Frauen im obersten Quartil (am optimistischsten) ein um 12% geringeres Risiko für Diabetes.

Feindseligkeit

Im Vergleich zu Frauen im untersten Quartil in Bezug auf negativer emotionaler Ausdrucksfähigkeit oder Feindseligkeit hatten Frauen im obersten Quartil ein um 9% bzw. 17% höheres Diabetesrisiko.

Die Verknüpfung der Feindseligkeit mit dem Risiko von Diabetes war bei Frauen, die nicht fettleibig waren, stärker als bei stark übergewichtigen Frauen.

Als Ergebnis dieser Befunde kam die Studie zu dem Schluss, dass wenig Optimismus, hohe Negativität und ausgeprägte Feindseligkeit mit einem erhöhten Risiko für Diabetes bei postmenopausalen Frauen verbunden waren, unabhängig vom Gesundheitsverhalten und depressiven Symptomen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Menopause: The Journal of the North American Menopause Society

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