Schokolade und Psyche, Gehirn

Gesundheitspsychologie

News und Forschungsartikel, die sich mit den Auswirkungen von Schokolade auf das Gehirn und die Psyche beschäftigen.

Bitterschokolade steigert Ruhe und Zufriedenheit

Gute Neuigkeiten für Schokoladen-Liebhaber. Eine neue Forschungsstudie der Swinburne University of Technology hat herausgefunden, dass die Polyphenole in Bitterschokolade Ruhe und Zufriedenheit steigern.

Polyphenole

Polyphenole kommen in Pflanzen vor und sind ein Grundbestandteil der menschlichen Ernährung. Diese haben gezeigt, dass sie oxidativen Stress reduzieren, der mit vielen Krankheiten assoziiert ist. Sie können auch nützliche psychologische Wirkungen haben.

Schokolade verbessert Stimmung

"Schokolade wird anekdotisch oft mit einer Verbesserung der Stimmung verbunden", sagte der Hauptautor der Studie, Matthew Pase.

"Diese klinische Studie ist vielleicht die erste, die die positiven Wirkungen der Kakao Polyphenole auf die Stimmung wissenschaftlich demonstriert."

Zweiundsiebzig gesunde Männer und Frauen zwischen 40 und 65 nahmen an der randomisierten Studie teil.

Sie erhielten entweder ein Bitterschokoladen-Getränk mit 500 mg Kakao Polyphenolen, ein Getränk mit 250 mg Kakao Polyphenolen oder ein Getränk mit 0 mg Kakao Polyphenolen. Die Getränke wurden den Teilnehmern in identischer Verpackung gegeben, so dass weder die beiden Forscher noch die Teilnehmer wußten, welches Getränk sie tranken. Die Teilnehmer tranken ihr zugeteiltes Getränk einmal am Tag 30 Tage lang.

Polyphenole des Kakaos erhöhen Ruhe und Zufriedenheit

Nach 30 Tagen berichteten jene, die die hohe Dosiskonzentration der Kakao Polyphenole tranken, über größere Ruhe und Zufriedenheit als jene, die eines der anderen Getränke getrunken hatten.

Die Forscher fanden aber keine Belege dafür, dass die Polyphenloe des Kakaos bedeutend die kognitive Leistung verbesserten. Außerdem berichteten nur jene, die die höchste Dosis Polyphenol (500 mg pro Tag) konsumierten, von bedeutsamen positiven Wirkungen. Teilnehmer, die einen moderaten Betrag konsumierten (250 mg pro Tag), berichteten von keinen signifikanten Wirkungen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Swinburne University of Technology, Mai 2013

Schokolade verbessert kognitive Funktionen (Denkfähigkeiten)

19.04.2016 Das Essen von Schokolade mindestens einmal wöchentlich kann die Leistung bei verschiedenen kognitiven Aufgaben verbessern laut einer in der Zeitschrift Appetite veröffentlichten Studie der Universitäten Maine und South Australia.

Kontrolliert auf Alter, Bildung, Geschlecht und Rasse kamen kontrollierte, neuropsychologische Tests aus folgenden Gebieten zum Einsatz:

Bei all diesen Tests schnitten regelmäßige Schokoladenesser besser ab als diejenigen, die auf Schokolade verzichteten.

Getestet wurden 968 Teilnehmer im Alter zwischen 23 und 98 Jahren aus der Maine-Syracuse Längsschnittstudie, in der mehr als 1.000 Menschen mehr als 35 Jahre erfasst wurden.

Kakao-Flavanole

Die Forscher nehmen an, dass die regelmäßige Aufnahme von Kakao-Flavanolen einer von mehreren Mechanismen sein kann, der die kognitiven Vorteile von Schokolade erklärt.

Im Vergleich zu denjenigen, die nie oder selten Schokolade aßen, zeigten die wöchentlichen Schokoladen-Esser insgesamt mehr Cholesterin und LDL-Cholesterin im Blut, dafür aber einen niedrigeren Glukosespiegel. Hypertonie und Diabetes Typ 2 waren ebenfalls weniger oft bei regelmäßigen Schokoladenkonsumenten anzutreffen als bei denen, die keine Schokolade aßen.

Mit Ausnahme des Arbeitsgedächtnisses wurden diese Beziehungen nicht durch die statistische Kontrolle auf Herz-Kreislauf-, Lebensstil- und Ernährungsfaktoren verringert.

In einer zweiten - prospektiven - Analyse (kann die kognitive Performance den Schokoladenkonsum voraussagen?) konnten die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen den kognitiven Funktionen (Wechsler Intelligenztest) und dem Essen von Schokolade 18 Jahre später feststellen.

Weitere Interventionsstudien und Langzeitstudien sind nötig, um die Beziehungen zwischen Schokolade, Kakao-Flavanolen und Kognition zu erforschen, sowie die zugrundeliegenden Wirkmechanismen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universitäten Maine und South Australia, Appetite DOI: 10.1016/j.appet.2016.02; April 2016

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