Motive / Gründe für Vegetarismus

Gesundheitspsychologie

Die Motive von Vegetariern: News und Forschungsartikel, die sich mit den Motiven und Gründen zum Vegetarismus beschäftigen.

Studie untersuchte die Motive / Gründe für Vegetarismus: Gesundheit, Tierwohl, Umweltschutz

03.04.2020 Psychologen wissen, dass Menschen aus unterschiedlichen Gründen motiviert sind, sich vegetarisch zu ernähren - die häufigsten in westlichen Kulturen sind Gesundheit, Umwelt und Tierwohl bzw. Tierrechte. Aber wie überzeugend sind diese verschiedenen Faktoren für Nicht-Vegetarier?

Wissenschaftler des Fachbereichs Psychologie der Universität von California, Davis, befragten 8.000 Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher ethnischer Herkunft - in zwei Sprachen in den Vereinigten Staaten als auch in den Niederlanden - um herauszufinden, warum sich Nicht-Vegetarier für eine vegetarische Lebensweise entscheiden (würden).

Hauptmotivation: Gesundheit

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Bild: stokpic (pixabay)

Die Ergebnisse zeigten, dass die Hauptmotivation für Nicht-Vegetarier, Vegetarier zu sein, die Gesundheit ist, während die Motive Umwelt- und Tierwohl weniger häufig vorkommen. Menschen, die sich am stärksten für eine vegetarische Ernährung engagieren, waren jedoch am stärksten durch Umwelt- oder Tierrechte motiviert.

Der häufigste Grund, warum Menschen in Betracht ziehen, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren, hat mit der Gesundheit zu tun. Menschen, die hauptsächlich durch gesundheitliche Gründen motiviert würden, reagieren jedoch im Allgemeinen am wenigsten auf vegetarische Fürsprache, sagte Christopher J. Hopwood, Professor für Psychologie und Mitautor des Artikels. Dies stelle eine Herausforderung für Advocacy-Bewegungen dar, sagte er: Auf welche Motive sollten sie abzielen?

Sollten Fürsprecher bestimmte Gruppen ansprechen?

Eine mögliche Lösung wäre es, verschiedene Motive in verschiedenen Personengruppen anzusprechen. Die Forscher fanden heraus, dass Gesundheitsmotive mit Konventionalität und Männlichkeit in Verbindung gebracht werden, während Menschen, die Umwelt- oder Tierrechtsmotive anführen, eher zu Neugier und Offenheit für Erfahrungen neigen, sich eher ehrenamtlich engagieren und sich für die Kunst zu interessieren.

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse könnten Interessengruppen bestimmte Arten von Menschen ansprechen - vielleicht könnten sie in einem Fitnessstudio oder in einem Gottesdienst für gesundheitliche Vorteile werben, aber die Umwelt- oder Tierwohl- bzw. Tierrechtsperspektive in einem Museum oder Konzert, sagte Hopwood.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: PLOS ONE - https://doi.org/10.1371/journal.pone.0230609

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