Krebs: Zu Hause sterben

Gesundheitspsychologie

Krebs: News und Forschungsartikel, die sich mit den Auswirkungen von Krebs auf die Psyche und der Psychologie beim Thema Krebs beschäftigen.

Krebs im Endstadium: Entschluss, zu Hause zu sterben, verlängert das Leben

06.04.2016 Eine große in der Zeitschrift CANCER veröffentlichte Studie der Universität Tsukuba hat herausgefunden, dass zu Hause sterbende Krebs-Patienten mit größerer Wahrscheinlichkeit länger lebten, als diejenigen, die in Krankenhäusern starben.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Onkologen nicht deshalb zögern sollten, Patienten an die palliative Pflege zuhause zu überweisen, weil weniger ärztliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden können.

Die meisten Menschen würden es vorziehen, zu Hause gepflegt zu werden, wenn sie stürben, aber bislang war es unklar, ob die Pflege daheim ebenso gut wie die in einem Krankenhaus sein könnte. Jun Hamano und Kollegen analysierten die Daten von 2.069 Patienten, von denen 1.582 Patienten palliative Pflege im Krankenhaus und 487 zu Hause erhalten hatten.

Die Forscher fanden, dass das Überleben der zuhause sterbenden Patienten sich deutlich verlängerte im Vergleich zu den im Krankenhaus sterbenden Patienten, selbst nach Anpassung von demografischen, klinischen und anderen Faktoren.

Der Tod zu Hause hat tatsächlich keinen negativen Effekt auf die Länge des Überlebens, sogar eher einen positiven, sagte Hamano. Die psychologischen Auswirkungen sollten in weiteren Forschungarbeiten untersucht werden. Palliative Heimpflege sollte sich auf die Linderung der Schmerzen, und die emotionalen und spirituellen Bedürfnisse der Patienten fokussieren.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Tsukuba, CANCER; April 2016

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

Ähnliche News / Forschungsartikel

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter