Mentale / Psychische Gesundheit

Gesundheit der Psyche

Definition

Psychische Gesundheit allgemeingültig zu definieren ist schwer, wenn nicht unmöglich. Nicht nur, dass es hier unterschiedliche Auffassungen je nach Kultur, Land und Religion gibt, denen ein Mensch angehört, auch interindividuelle Unterschiede, wie Geschlecht, Berufsgruppe, Alter, Art des Erziehungsstils, die jemand erfahren hat, sorgen für unterschiedliche Wahrnehmung der eigenen mentalen Gesundheit und für unterschiedliche Meinungen, was denn seelische / psychische / mentale Gesundheit tatsächlich ist.

Jeder definiert sie für sich wohl anders. Und so gibt es auch eine Menge unterschiedliche wissenschaftliche Definitionen, wobei für meine Untersuchung allein, die dem Messinstrument SPG zugrundeliegende Definition relevant ist. Sie geht davon aus, dass die psychische Gesundheit von Personen sich dadurch zeigt, in ausreichendem Maße folgende Persönlichkeitsmerkmale zu besitzen:

Die Skalen psychischer Gesundheit

Der Autor der SPG bringt als umfassende Beschreibung psychischer Gesundheit folgendes Zitat:

Eine Person ist dann psychisch gesund, wenn sie in der Lage ist, das eigene Leben für sich selbst befriedigend und sozial verantwortlich und autonom zu gestalten, Belastungen zu bewältigen und - soweit es die somatischen und ökologischen Bedingungen zulassen - psychisches Wohlbefinden zu erleben. (Stephan, 1983, zitiert nach Tönnies, 1996, S. 14)

Näheres zum Aufbau der SPG ist in Kapitel 2.3.2 und zu den Forschungsergebnissen in Kapitel 1.3.2 (unter Inhaltsverzeichnis) zu finden.

Inhaltsverzeichnis Diplomarbeit zur psychischen Gesundheit

Gesundheit der Psyche

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung
1. Einleitung
1.1 Sinn und Zweck der Untersuchung
1.2 Theoretische Grundlagen
1.2.1 Definition Konstruktiven Denkens nach dem CTI
1.2.2 Definition Psychischer Gesundheit nach den SPG
1.2.3 Definition der Selbstkommunikation nach dem HAKI
1.3 Zum Stand der Forschung
1.3.1 Ergebnisse zum Constructive Thinking Inventory (CTI)
1.3.2 Ergebnisse zu den Skalen psychischer Gesundheit (SPG)
1.3.3 Ergebnisse zum Hamburger Kognitionsinventar (HAKI)
1.4 Hypothesen und Fragestellungen
2. Methode
2.1 Allgemeines zum Aufbau und zur Durchführung der Untersuchung
2.2 Personen
2.3 Messinstrumente
2.3.1 Das Constructive Thinking Inventory (Konstruktives Denken)
2.3.2 Die Skalen psychischer Gesundheit
2.3.3 Das Hamburger Kognitionsinventar
3. Ergebnisse
3.1 Der Zusammenhang zwischen konstruktivem Denken, psychischer Gesundheit und Selbstkommunikation
3.2 Nebenergebnisse
4. Diskussion
4.1 Methodische Aspekte
4.2 Interpretation der Ergebnisse
Literaturverzeichnis
Anhang

Psychisch gesünder durch mehr Grünflächen

Ein neue Studie sagt, dass die Grünflächen in Städten zu bedeutenden und anhaltenden Verbesserungen bei der psychischen Gesundheit führen können.

Umzug in grünere Umgebung

Forscher der University of Exeter, UK analysierten Daten von über 1.000 Menschen (Studiendauer: fünf Jahre), und entdeckten, dass der Umzug in eine grünere Umgebung, nicht nur unmittelbar die psychische Verfassung der Menschen verbesserte, der Effekt hielt auch noch lange nach dem Umzug an.
Die Forscher konzentrierten sich auf zwei Gruppen:

Effekt trat unmittelbar und anhaltend auf

Sie stellten fest, dass die Menschen, die in grünere Gegenden zogen, unmittelbar eine Verbesserung ihrer mentalen Verfassung erfuhren, die für mindestens 3 Jahre noch nach dem Umzug anhielt.

Die Studie zeigte auch, dass Personen, die in einen dichter bewohnten und weniger grünen Bereich umzogen, eine Verschlechterung ihrer mentalen Gesundheit erlitten.

Interessanterweise trat diese Verschlechterung auf, unmittelbar bevor sie umzogen; und kehrte zu einem normalen Wert zurück, nachdem sie umgezogen waren.

Die Autoren konnten andere Faktoren - wie Einkommen, Beschäftigung, Ausbildung und Persönlichkeitseigenschaften - ausschliessen.

Forderung nach grüneren Städten

Stadt ohne Grün
Etwas mehr Grün bitte...

Der leitende Forscher Dr. Ian Alcock glaubt, dass die Ergebnisse der Studie wichtige Auswirkungen haben könnten:

"Wir haben gezeigt, dass Personen, die in grünere Bereiche umziehen, bedeutend und lang anhaltend ihre psychische Verfassung verbesserten.

"Diese Befunde sind für Stadtplaner wichtig; sie sollten darüber nachdenken, wie sie neue Grünflächen in unsere Städte einbringen können, um so langfristigen und anhaltenden Nutzen für die Gemeinden zu schaffen."

Mitautor Dr. Mathew White sagt, dass diese Forschung einen wichtigen Einblick in den Mechanismus geliefert hat:

"Wir müssen uns wichtige Fragen beantworten: z.B., ob die Auswirkungen der Grünflächen im Laufe der Zeit variieren; ob die Menschen einen "neuen" Effekt erfahren, wenn sie anfänglich die grüne Umgebung nach dem Umzug noch genießen. Aber wenn es nicht mehr "neu" ist, lässt dann die Wirkung nach? Oder lernen sie ihre neue Umgebung mehr schätzen, wenn sie weitere schöne Plätze entdecken?

"Was wir gefunden haben, legt nahe, dass die Vorteile für die psychische Gesundheit durch die Grünflächen nicht nur unmittelbar, sondern über einen langen Zeitraum nachhaltig sind."

Quelle: University of Exeter, veröffentlicht in Environmental Science & Technology, Jan. 2014

Einfluss von Familie und Wohngegend

07.05.2015 Eine aktuelle schwedisch / US-amerikanische Studie zeigt, dass die Faktoren Familie und Nachbarschaft eine stärkere Auswirkung auf die psychische Verfassung haben können.

Die Forscher der Universitäten Lund und Stanford sammelten und analysierten Daten (aus 11 Jahren) von mehr als 542.195 Kindern in Schweden. Im Verlaufe der Studie entwickelten 4,8 Prozent der Kinder eine psychische Erkrankung.

nachbarschaft
Bild: PublicDomainArchive/pixabay

Sie stellten fest, dass in stark benachteiligten (deprivierten) Wohngegenden

Aber die Verbindungen mit familiären (genetische und Umgebungs-) Faktoren zeigten sich als noch stärkere Einflussgrößen auf das Auftreten von psychiatrischen Erkrankungen, sagte Studienautor Professor Jan Sundquist im Journal of Psychiatric Research. "Die geschätzten Risiken legen nahe, dass Kinder sowohl durch Familie als auch Nachbarschaft stark beeinflusst werden, und dass erstere auf Bevölkerungsebene wichtiger zu sein scheint."

Eine der Stärken der Studie ist, dass sie auf der Grundlage von Daten aus mehreren Bevölkerungs- und Gesundheitsregistern Schwedens basiert, welche sehr vollständig und valide sind, und sich nicht auf Selbstberichte stützen.

Weitere Forschungsarbeit ist notwendig, sagen die Wissenschaftler, insbesondere in Bezug auf frühe Interventionsstrategien. In der Zwischenzeit, schlagen Sundquist und sein Team vor, sollten ihre Ergebnisse dazu benutzt werden, die psychische Gesundheit zu fördern, indem politisch auf die potenziellen Einflüsse von Familie und Nachbarschaft eingegangen wird.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Lund, Universität Stanford, Journal of Psychiatric Research; Mai 2015

Problem junger Menschen: Mentale Gesundheit

Probleme psychischer Gesundheit sind die führende Ursache für Beeinträchtigungen unter Kindern, Teenager und jungen Erwachsenen weltweit laut einer neuen Studie.

Psychische Gesundheit ist das größte Problem junger Leute

Forscher, die globale Daten aus dem Jahr 2004 analysierten, fanden heraus, dass neuropsychiatrische Störungen, einschließlich Depression, Schizophrenie, Bipolare Störung und Alkoholmissbrauch, 45 Prozent der Krankheitslast unter Menschen im Alter zwischen 10 und 24 Jahren ausmachten.

Die nächsten beiden am häufigsten Ursachen für Beeinträchtigungen unter jungen Leuten waren Verletzungen durch Unfälle (12 Prozent) - am häufigsten durch Verkehrsunfälle verursacht - und ansteckende und parasitäre Krankheiten (10 Prozent).

Risikofaktoren

Die Forscher stellten auch fest, dass wichtige Risikofaktoren bei jungen Leuten, die ihre Gesundheit später im Leben beeinflussten, unsicherer Geschlechtsverkehr, Alkoholkonsum, Eisenmangel und Mangel an Geburtenkontrolle waren.

Die Krankheitslast, die sich im frühen Jugendalter aus größeren Risikofaktoren ergab, ist niedrig, schrieben die Forscher. Jedoch steigen die Raten stark im späten Jugendalter und frühem Erwachsenenalter für sowohl Alkohol als auch ungeschützten Geschlechtsverkehr an.

Für andere Risikofaktoren, die im Jugendalter beginnen, wie Tabakkonsum, wenig körperliche Aktivität, hoher Blutdruck und Übergewicht / Fettleibigkeit gilt, dass deren Beitrag zu Krankheiten erst zur Mitte bis spätes Erwachsenenalter offenbar wird laut Fiona M. Gore von der Abteilung für Gesundheitsstatistiken und -informatik der World Health Organization in Genf, Schweiz.

"Unsere Risikofaktor-Daten sagen, dass Präventivstrategien einen Lebensstil-Ansatz übernehmen sollten, wodurch der Fokus auf pubertäre und junge Erwachsene vorrangig sein sollten", schlossen die Autoren im online am 7.Juni veröffentlichten Bericht in The Lancet.

Die 10 bis 24-Jährigen mit mehr als 1,8 Milliarden repräsentieren 27 Prozent der Welt-Bevölkerung, bemerkt der Bericht.
Quelle: The Lancet, Juli 2011

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