Psychologie-Lexikon - Intelligenz

Intelligenz (IQ) und Vitamin D

Vitamin-D-Spiegel während der Schwangerschaft ist mit dem Intelligenzquotienten des Kindes verbunden

03.11.2020 Die Vitamin-D-Versorgung einer Mutter wird in der Gebärmutter an ihr Baby weitergegeben und hilft, Prozesse einschließlich der Gehirnentwicklung zu regulieren.

Eine im Journal of Nutrition veröffentlichte Studie zeigte, dass der Vitamin-D-Spiegel von Müttern während der Schwangerschaft mit dem IQ (Intelligenzquotienten, ein Wert, der die schulische Intelligenz erfasst) ihrer Kinder verknüpft ist, was darauf hindeutet, dass höhere Vitamin-D-Spiegel in der Schwangerschaft zu höheren IQ-Werten in der Kindheit führen können.

Die Studie identifizierte auch signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel bei schwarzen schwangeren Frauen.

Melissa Melough vom Seattle Children's Research Institute und ihre Koautoren verwendeten Daten aus einer Stichprobe in Tennessee, der sogenannten "Conditions Affecting Neurocognitive Development and Learning in Early Childhood (CANDLE)-Studie".

Vitamin D und IQ der Kleinkinder

Die Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen Schwangerschafts-25-Hydroxyvitamin D [25(OH)D] und dem IQ von Kindern im Alter von 4-6 Jahren, und ob sich die Zusammenhänge je nach Rasse unterschieden.

Die CANDLE-Forscher hatten schwangere Frauen für die 2006 beginnende Studie aufgenommen und sammelten im Laufe der Zeit Informationen über die Gesundheit und Entwicklung ihrer Kinder.

Nach der Kontrolle verschiedener anderer Faktoren, die mit dem IQ zusammenhingen, konnten höhere Vitamin-D-Spiegel in der Schwangerschaft mit einem höheren IQ bei Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren in Verbindung gebracht werden.

Obwohl Beobachtungsstudien wie diese keine Kausalität nachweisen können, glaubt Melough, dass ihre Ergebnisse wichtige Implikationen haben und weitere Forschung rechtfertigen.

Wichtige Informationen aus dieser Studie

Melough sagt, es gebe drei wichtige Erkenntnisse aus der Studie:

© PSYLEX.de - Quellenangabe: The Journal of Nutrition (2020). DOI: 10.1093/jn/nxaa309

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