Optimismus und der Schlaf

Persönlichkeitspsychologie

Schlafen Optimisten besser?

09.08.2019 Optimistische Menschen könnten subjektiv einen besseren Schlaf haben laut einer in Behavioral Medicine veröffentlichten psychologischen Forschungsarbeit - zumindest glauben Menschen mit einem großen Optimismus dies eher als weniger optimistischere Personen.

Rosalba Hernandez von der Universität Illinois und Kollegen befragten mehr als 3.500 Menschen im Alter zwischen 32 und 51 Jahren nach ihren Schlafgewohnheiten, Schlafdauer und Schlafqualität im vorangegangenen Monat zwei Mal im Abstand von 5 Jahren und erfassten ihr Persönlichkeitsmerkmal Optimismus über einen psychologischen Fragebogen.

Eine Untergruppe der Teilnehmer war Teil einer zusätzlichen Schlafstudie und trug Aktivitätsmonitore für drei aufeinander folgende Tage - darunter zwei Wochennächte und eine Wochenendnacht. Die Teilnehmer trugen die Monitore zwei Mal im Abstand von einem Jahr. Die Monitore sammelten Daten über Schlafdauer, prozentualen Anteil der Schlafzeit und Unruhe im Schlaf.

Subjektiv schlafen Optimisten besser


Bild: pixabay

Die Forscher fanden heraus, dass die Teilnehmer mit jeder Standardabweichung in der Optimismusbewertung der Befragten mit 78% höherer Wahrscheinlichkeit über eine sehr gute Schlafqualität berichteten.

Ebenso berichteten Personen mit größerem Optimismus eher, dass sie ausreichend geschlafen hatten und sechs bis neun Stunden pro Nacht schliefen. Und sie berichteten mit 74% größerer Wahrscheinlichkeit nicht über Symptome von Schlaflosigkeit und über weniger Tagesschläfrigkeit.

Die Studie kann allerdings nicht beantworten, ob Optimismus einen Einfluss auf einen guten Schlaf hat oder ob ein gesunder Schlaf optimistischer macht.

Die Wissenschaftler kennen die Mechanismen nicht, vermuten aber, dass Positivität die Auswirkungen von Stress abfedern kann, indem sie die adaptive Bewältigung fördert, die es Optimisten ermöglicht, gut zu schlafen.

Kein objektiver Zusammenhang

Tatsächlich stand die Persönlichkeitseigenschaft Optimismus jedoch in keinem Zusammenhang mit den objektiv erfassten aktigraphischen Schlafdaten in der Untergruppe.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Behavioral Medicine - DOI: 10.1080/08964289.2019.1575179

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