Selbstregulation bei Kindern, Jugendlichen

Persönlichkeitspsychologie

Interventionen zur Selbstregulation erweisen sich für Heranwachsende als hilfreich

19.04.2018 Eine Reihe von Interventionen können die Selbstregulation von Kindern und Jugendlichen erfolgreich verbessern laut einer in JAMA Pediatrics veröffentlichten Studie.

Patrice Audet
Bild: Patrice Audet

Dr. Anuja Pandey vom University College London Great Ormond Street Institute of Child Health und Kollegen führten eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse von streng evaluierten Interventionen zur Verbesserung der Selbstregulation bei Kindern und Jugendlichen durch.

Die abschließende Überprüfung umfasste Daten aus 49 Studien mit 50 Interventionen. Siebzehn randomisierte Clusterstudien und 32 randomisierte klinische Studien mit 23.098 Teilnehmern (Alter 2 bis 17 Jahre) wurden ermittelt.

Verbesserung selbstregulatorischer Fähigkeiten

Die Forscher fanden heraus, dass in

(insgesamt 33 von 50 Interventionen [66 Prozent]) eine beständige Verbesserung der Selbstregulation zu verzeichnen war.

In der Metaanalyse gab es einen positiven Effekt der Interventionen mit einer gepoolten Effektgröße von 0,42.

Schulische Leistungen, Drogenmissbrauch, psychosoziale Ergebnisse

Es gab in den meisten Interventionsgruppen eine Verbesserung der distalen, schulischen, gesundheitlichen und verhaltensbezogenen Ergebnisse im Vergleich zu den Kontrollen, schreiben die Autoren.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University College London; JAMA Pediatr. Published online April 16, 2018. doi:10.1001/jamapediatrics.2018.0232

Die Stärkung der Selbstregulation in der Kindheit kann die psychische Belastbarkeit im späteren Leben verbessern

02.11.2018 Eine in Child Development publizierte Studie zeigt, dass die Teilnahme an einem familienzentrierten Präventionsprogramm - auch nur für kurze Zeit - nachhaltige Auswirkungen auf die Selbstregulation und Verbindungen des Gehirnnetzwerks bis ins junge Erwachsenenalter hatte.

Sozioökonomisch benachteiligte Kinder

Um diese Daten zu erfassen, werteten Forscher um Jamie L. Hanson von der Universität Pittsburgh und des Center for Translational and Prevention Science an der Universität Georgia Daten aus einer Stichprobe afroamerikanischer Familien aus, die aus ländlichen Gemeinden mit niedrigem Einkommen im Südosten der USA aufgenommen wurden.

Als die Kinder 11 Jahre alt waren, wurde die Hälfte der Stichprobe zufällig für die Teilnahme am Programm Strong African American Families (SAAF) ausgewählt, während die andere Hälfte einer Kontrollgruppe zugeordnet wurde, die die Intervention nicht erhielt.

Die Intervention konzentrierte sich auf

Jahre später, im Alter von 25 Jahren, durchliefen beide Gruppen einem MRT-Scan im "Ruhezustand" des Gehirns - wach liegend, ohne irgendeine Aufgabe oder Aktivität. Die Technik hilft Forschern zu verstehen, wie das Gehirn organisiert ist, vor allem, ob und wie stark verschiedene Regionen miteinander kommunizieren.

Stärkere Verbindungen zwischen Hippocampus und präfrontalem Cortex

Neuroimaging zeigte, dass die Teilnehmer der Intervention im Vergleich zur Kontrollgruppe stärkere Verbindungen (mehr Interaktionen) zwischen dem Hippocampus und den präfrontalen Cortexbereichen, die mit Gedächtnis und Entscheidungsfindung zu tun haben, aufwiesen.

Die Interventionsgruppe berichtete auch selbst über weniger störende Verhaltensprobleme, von Aggression bis zum Verlust der Beherrschung (Stärkung der Selbstregulationsfähigkeiten).

Dies deutet darauf hin, dass die Stärkung der Fähigkeit zur Selbstregulation der Kinder und die Verbesserung der unterstützenden Elternschaft ein kostengünstiger Weg sein kann, um soziale Disparitäten zu überwinden und das Wohlergehen von Risikokindern zu fördern, sagte Hanson.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Child Development (2018). DOI: 10.1111/cdev.13154

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