Amoklauf (Psychologie, Psyche)

Rechtspsychologie - Kriminalpsychologie

News/Forschung zur Psyche von Amokläufern: Psychologie, die sich mit der mentalen Situation von 'Mass-Shootern' beschäftigt.

Studie: Mythen

Eine neue Forschungsstudie, veröffentlicht in Homicide Studies, räumt auf mit den Mythen über Massenmorde (durch "Amokläufer"), die in den USA als mass shootings / school shootings bezeichnet werden.

Die Forscher James Alan Fox und Monica J. DeLateur analysierten Forschungsstudien und wichtige Statistiken zu diesen Massenmorden, und entlarvten dabei einige Mythen rund um die sogenannten Amokläufe:

Die Befunde

Maßnahmen, Prävention?

Während die Forscher diese Mythen in ihrer Forschungsstudie bloßstellten, gaben sie an, dass nur eine drastische Politik zu wirklichen Lösungen führen könnte:

"Um das Risiko von Amokläufen zu beseitigen, würden extreme Schritte vonnöten sein. Doch wir sind außerstande bzw. nicht willens diese zu machen. Es wären:

Massenmord bzw. Amoklauf ist wohl ein Preis, den wir dafür zahlen müssen, in einer Gesellschaft zu leben, in der persönliche Freiheit einen so hohen Wert hat", sagten die Forscher.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Homicide Studies, Dez. 2013

Medien tragen Mitschuld an Amokläufen; Merkmale der Täter

07.08.2016 Eine neue auf der jährlichen Konferenz der American Psychological Association vorgestellte Studie der Western New Mexico University hat herausgefunden, dass die "Ansteckung über die Medien' eine sehr große Rolle bei dem Anstieg der Amokläufe (in den USA auch mass shootings genannt) spielt.

Motivation durch Berichterstattung in Massenmedien

Mit anderen Worten werden Amokläufer durch die nachfolgende Aufmerksamkeit der Medien motiviert, die die Täter nach ihren Morden erhalten. Die Forscher fordern die Medien auf, diesen von den Mördern gesuchten 'Ruhm' zu verweigern.

Den Wunsch nach Berühmtheit finden wir bei vielen Amokläufern, sagte die Professorin für Psychologie und Studienleiterin Dr. Jennifer B. Johnston.

Diese Suche nach Berühmtheit unter den Massenmördern stieg mit dem Aufkommen des 24-Stunden Nachrichtenfernsehens und dem Internet seit der Mitte der 1990er Jahre steil an, sagte sie.

Johnston und Koautor Andrew Joy sichteten große Datenmengen von Medien, FBI, Interessenverbänden und Forschungsstudien und schlossen, dass die Berichterstattung in den Medien - die "Medien-Ansteckung" - tatsächlich größtenteils für die Zunahme dieses häufig tödlich verlaufenden 'Durchdrehens' verantwortlich ist.

Definition

Die Forscher definierten Mass-Shootings in ihrer Studie entweder als Versuche, viele nicht-verwandte Menschen zu töten, oder möglichst viele Verletzte oder Todesfälle auf öffentlichen Plätzen herbeizuführen.

Die Prävalenz dieser Verbrechen hat in Relation zur Berichterstattung in den Massenmedien über sie und die Vermehrung sozialer Medienseiten zugenommen, die dazu neigen, sich auf die Mörder zu konzentrieren und die Opfer weniger zu beachten, sagte Johnston.

Die Nachrichtenshows und Massen-Tagesblätter wetteifern gradezu in ihrer gierigen Agenda danach, möglichst viele Menschen an die Bildschirme zu bannen, wohl wissend, dass furchteinflößende Morde zu den größten Einschaltquoten und Werbeeinnahmen führen.

Ähnliches Persönlichkeitsprofil

Das demografische Profil von diesen Massenmördern ist ziemlich einheitlich, sagte sie. Die meisten sind

Die von ihr untersuchten Amokläufer-Persönlichkeiten teilen drei Merkmale:

Die Wissenschaftler schlagen vor, dass Fernsehen, Radio, Zeitungen und soziale Medien die Namen, Gesichter, detaillierten Hintergründe oder ausführlichen Aussagen der Täter nicht veröffentlichen. Dann könnte es zu einer dramatischen Reduktion bei den Amokläufen in einem oder zwei Jahren kommen, sagten sie.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Western New Mexico University, American Psychological Association; August 2016

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

Weitere Artikel, News

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter