Psyche des Kindermörders
Kindermord (Psychologie)

Rechtspsychologie - Kriminalpsychologie

News/Forschung zur Psyche von Kindermördern: Psychologie, die sich mit der mentalen Situation eines Kindermörders zum Tatzeitpunkt beschäftigt - zum Zwecke der Vorbeugung und Aufklärung.

Menschen, die ausschließlich Kinder ermorden, unterscheiden sich von anderen Mördern

06.05.2017 Die neurologischen und psychologischen Profile von Mördern, die ausschließlich Kinder ermorden, unterscheiden sich deutlich von den Profilen derjenigen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene bei derselben Mordtat töten laut einer aktuellen im Fachblatt Criminal Justice and Behavior publizierten Studie.

Zur Prävention: die Profilerstellung

Mord mit einem Kinderopfer ist eine der seltensten und am wenigsten erforschten Kategorien des Mordes, schreiben die Forscher vom Fachbereich für Psychologie. Die Identifikation der psychologischen Unterschiede zwischen den beiden Typen von Mördern könnte helfen vorauszusagen, welche Kinder besonders gefährdet sind.

Personen, die ausschließlich Kinder töten, haben eine

Über alle kognitiven Domänen (intellektuelle Funktionen, Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Gedächtnis, Denken / Exekutivfunktion, Sprache) fielen die mittleren Testwerte in den niedrigen bis durchschnittlichen Bereich.

Kindermörder neigen auch zum impulsiven Morden mit manuellen Methoden (z.B. Erschlagen, Ertränken, Erwürgen) im Vergleich zu Personen, die Kinder und einen oder mehrere Erwachsene bei derselben Tat töten.

Personen, die Kinder und Erwachsene ermorden

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Bild: 422737/pixabay

Personen, die Kinder und Erwachsene zusammen ermorden, neigen eher dazu, die Tötungen vorher zu durchdenken und Waffen zu benutzen.

Sie haben eine normale Intelligenz, aber antisoziale Charakterzüge und missbrauchen Drogen, was auf die Tötungen hinausläuft.

Diese psychologische Studie legt viele Gründe nahe, weshalb einige Kinder ein äußerst großes Risiko für schwere körperliche Misshandlungen und Mord haben können, was verschiedene Präventivmaßnahmen nahelegt, sagte Studienautor Dr. Robert Hanlon, Prof. für Psychiatrie und Neuropsychologie an der Northwestern University.

Das Ziel der Studie war, die demografischen, kriminologischen, psychiatrischen und kognitiven Profile einer Gruppe von Mördern zu untersuchen, die Kinder töteten.

Frauen und Männer als Täter

Frühere Studien haben sich in erster Linie auf Kindermörderinnen konzentriert: Frauen, die Säuglinge und Kinder töteten. Die gegenwärtige Studie weitete den Fokus auf Männer und Frauen aus, die Kinder ermordeten.

Elf der 27 Männer und zwei der sechs Frauen in der Studie töteten ihre eigenen Kinder. Viele Täter und Täterinnen in der aktuellen Studie ermordeten die Kinder von Freunden und Verwandten. Die Kindermörder in der Studie waren für die Morde an 51 Kindern verantwortlich.

Das durchschnittliche Alter war 32 Jahre. Ungefähr die Hälfte (48,5 Prozent) der Kindermörder waren afrikanische US-Amerikaner; 36,4 Prozent waren weiß; 12,1 Prozent waren Hispanoamerikaner und 3 Prozent waren von anderer Rasse/Ethnizität. Die Mehrheit war Single (60,6 Prozent).

Impulsive Gewalttaten

Viele der Kinder in dieser Studie wurden von den Freunden ihrer Mütter bei impulsiven Gewalttaten getötet, sagte Hanlon. Diesen Personen beizubringen, ihre Wut zu kontrollieren, und gewaltlos zu handeln, kann das Risiko für Kinder reduzieren, verletzt zu werden, sagte er.

Warnzeichen für Personen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene töteten und überlegte, geplante Morde durchführten, sind klassische antisoziale Einstellungen und Verhaltensweisen, und diese sind schwieriger anzusprechen, sagte Hanlon.

Die Psychologen waren überrascht, wie wenige dieser Personen den platten Medienstereotypen von psychotischen Müttern glichen, die ihre Kinder töten, sagte Hanlon.

Die Ergebnisse fordern uns auf, Annahmen über den Mord an Kindern in Frage zu stellen, und unsere Aufmerksamkeit besonders auf spezifische Defizite, Eigenschaften und Situationen zu lenken, die Kinder gefährden können, schließt er.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Northwestern University, Criminal Justice and Behavior - DOI: 10.1177/0093854817699437; April 2017

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