Sexualmord (Psychologie)

Rechtspsychologie - Kriminalpsychologie - Mord

Definition

News/Forschung zur Psyche von Sexualmördern bzw. zur Psychologie, die sich mit der mentalen Situation eines Sexualmörders zum Tatzeitpunkt (davor und danach) beschäftigt - zum Zwecke der Vorbeugung und Aufklärung.

Gemordet wird oft, um eine Vergewaltigung zu verbergen, weil sich die Aggressivität des Mörders im Tathergang steigert, aufgrund von bestimmten Verhaltensweisen des Opfers oder durch Impotenz des Mörders. Dissoziation des Täters und sadistische Züge des Sexualmörders erhöhen das Risiko für eine Ermordung.

Eine Analyse der Mobilitätsmuster bei Sexualmorden

02.11.2019 Eine in Homicide Studies veröffentlichte psychologische Forschungsarbeit untersuchte außerfamiliäre sexuelle Tötungsdelikte und ihre räumliche Mobilität.

Mobility Crime Triangles: Räumliche Mobilität bei sexuellen Morden

Stefano Caneppele und Julien Chopin von der Universität Lausanne, Schweiz analysierten 173 Fälle außerfamiliärer Sexualmorde und deren räumliche Mobilität. Die kriminalpsychologische Studie kombinierte den Standort des Tatortes und der Täter sowie die Wohnsitze der Opfer in Mobilitätsdreiecken.

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Bild: pixabay

Die Befunde zeigen, dass die meisten Sexualmorde in die Kategorien Tätermobilität und Gesamtmobilität fallen.

Distance Decay Function

Sie weisen auf die Validität der Distance Decay Function, wobei über 70% der Morde innerhalb von 10 km um den Wohnsitz des Täters herum verübt wurden.

Es scheint, dass Sexualmörder unter bestimmten Umständen ihre Umgebung als sicheren Ort für einen Mord wahrnehmen. Schließlich schlägt die Studie eine vierstufige räumliche Typologie des Sexualmordes vor.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Homicide Studies - https://doi.org/10.1177/1088767919884601

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