Beziehungspsychologie

Sozialpsychologie

Beziehungspsychologie: Forschung/Newsartikel zur Psychologie in einer romantischen Beziehung, Liebesbeziehung.

18 Fragen, die Ihre Beziehung vertiefen

Paare, die eine starke Bindung haben, bleiben aneinander interessiert. Sie bleiben neugierig hinsichtlich der Erfahrungen und des Innenlebens (Gedanken, Gefühle und Ängste) des Partners.

Um die Bindung zu kultivieren, sollte man über diese Innenwelten reden, weil gute Kommunikation über das Reden über tägliche Aufgaben, Besorgungen und Kinder hinausgeht. (Diese Themen sind natürlich auch wichtig. Aber sie vertiefen die Beziehung nicht so sehr wie jene intimen und oft nicht geführten Gespräche.)

Mehrere Beziehungsexperten wurden gebeten, ihre Favoriten für sinnvolle, lustige oder Gedanken-anregende Fragen zu nennen ... dies sind ihre Vorschläge:

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  1. Wie war Dein Tag heute?
  2. Was brauchst Du in diesem Augenblick von mir?
  3. Wie drücke ich am besten meinen Ärger aus und wie widerspreche ich?
  4. Worauf freust Du Dich heute, diese Woche und in diesem Monat?
  5. Bin ich ein guter Partner?
  6. Welche drei Dinge (die ich mache) gibt es, ohne die Du nicht leben möchtest?
  7. Wodurch (auf welche Weise) merkst/erfährst Du, dass ich Dich liebe?
  8. Wenn Du eine Person in einem Buch sein könntest, wer würdest Du sein wollen, und warum?
  9. Wenn Du in der Zeit zurückgehen könntest (und wieder Jugendlicher wärst), welche zwei, drei Wörter würdest Du sagen?
  10. Beschreibe Deinen perfekten Tag (oder, wenn Du alles an einem Tag tun könntest, was wäre es?)
  11. Wenn Du etwas an Dir ändern könntest, was wäre es?
  12. Wenn ich einen typischen Tag an Deiner Stelle verbrächte, beschreibe, was ich erfahren würde.
  13. Was würdest Du in Deinem Leben tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
  14. Wenn Du drei Wünsche frei hättest, was würdest Du Dir wünschen?
  15. Was ist Deine größte Angst?
  16. Was wären Deine letzten Wünsche, wenn Du behindert und außerstande wärst, Entscheidungen hinsichtlich Deiner Gesundheit / Wohlergehen zu treffen?
  17. Was ist das Beste, was Dir jemals widerfahren ist?
  18. Welche Frage(n) würden Sie stellen? Teilen Sie uns Ihre Frage über unsere Kommentarfunktion mit!

Dankbarkeit macht den langfristigen Erfolg einer Beziehung aus

Beziehungspsychologie

26.10.2015 Eine in der Zeitschrift Personal Relationships veröffentlichte Studie stellte fest, dass das Gefühl vom Partner wertgeschätzt zu werden, direkt das Gefühl für und das Vertrauen in die Beziehung und das Engagement für die Partnerschaft beeinflusst.

Die Forscher der University of Georgia befragten 468 verheiratete Personen übers Telefon zu ihrem finanziellen Wohlergehen, Anspruchs-/Entzugsverhalten (in der Kommunikation und Verhalten) und dem Ausdruck ihrer Dankbarkeit (bezüglich der Ehe).

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Ausdruck der Dankbarkeit

Die Ergebnisse zeigten, dass der eheliche Ausdruck der Dankbarkeit der beständigste und deutlichste Faktor für eine hohe eheliche Qualität war.

"Es geht um das Zeigen und Aussprechen der Dankbarkeit", sagte Studienautor Allen Barton. Selbst wenn ein Paar Belastungen und Probleme in anderen Bereichen erfährt, kann Dankbarkeit die Beziehung stützen und positiv beeinflussen.

Puffer für schlechte Kommunikation in Konflikten

Die Studie fand auch heraus, dass ein höheres Niveau des Ausdrucks der Dankbarkeit, die Neigung bei Männern und Frauen verringert, sich scheiden zu lassen, und das eheliche Engagement der Frau vor den negativen Auswirkungen einer schlechten Kommunikation während eines Konflikts aufrechterhält.

D.h.: Wenn Paare mit einem negativen Konfliktmuster (wie fordernd/entziehend) kommunizieren, kann das Zeigen von Dankbarkeit und Wertschätzung den negativen Auswirkungen dieser Form der Interaktion auf die eheliche Stabilität entgegenwirken oder als Puffer dienen, sagte Koautor Ted Futris.

Die Studie zeigt damit einen praktischen Weg, wie man Paaren helfen kann, ihre Ehe zu stärken, besonders wenn sie nicht so geschickt in der Kommunikation bei Konflikten sind, sagte Barton.

Die Ergebnisse dieser Studie wiederholen vorherige Befunde, indem sie zeigten, dass fordernde/vermeidende Kommunikation ein Weg sein kann, durch den finanzielle Belastungen eine Ehe negativ beeinflussen können.

Fordernder/vermeidender Kommunikationsstil

Fordernde/sich entziehende Kommunikation tritt auf, wenn ein Partner dazu neigt zu fordern, herumzunörgeln oder zu kritisieren, während der andere sich zurückzieht bzw. die Konfrontation vermeidet, sagte Barton.

Die Kommunikationsstile der fordernden Frau und des sich entziehenden Mannes sind häufiger bei Paaren anzutreffen, die Forscher fanden in der aktuellen Studie jedoch auch, dass finanzielle Belastungen sich besonders negativ auf die Beziehungen auswirkten, weil sie diese Kommunikationsform gehäuft auftreten ließen, sagte Barton.

In Krisen verstärkt sich der Druck

"Wenn Paare sich sorgen müssen, über die Runden zu kommen, gibt es auch negativere Kommunikation: Sie sind sich gegenüber kritischer und versuchen sich zu verteidigen, und sie können sogar aufhören miteinander zu reden bzw. sich voneinander zurückziehen, was die eheliche Qualität senkt", sagte Futris.

Dankbarkeit kann jedoch diesen Zyklus unterbrechen und Paaren helfen, die negativen - durch aktuelle Stressoren ausgelösten - Kommunikationsmuster in ihrer Beziehung zu überwinden.

Die Dankbarkeit in dieser Studie wurde in Bezug auf den Grad gemessen, in dem sich Personen von ihrem Partner akzeptiert, gewürdigt bzw. geschätzt und anerkannt fühlten, wenn sie etwas Nettes für sie/ihn taten.

"Alle Paare haben Auseinandersetzungen und streiten", sagte Futris. "Und wenn Paare gestresst sind, streiten sie normalerweise noch mehr. Was die anhaltenden Ehen unterscheidet von denen, die nicht andauern, ist nicht, wie oft gestritten wird, sondern wie gestritten wird und wie man sich tagtäglich behandelt."

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University of Georgia, Personal Relationships; Okt. 2015

Angst vorm Single-Dasein - unbefriedigende Beziehung

Die Angst Single zu sein/werden ist ein bedeutsamer Prädiktor (Vorhersagevariable), sich mit einer 'schlechten' bzw. unbefriedigenden Beziehung zu begnügen, laut einer Studie der Universität Toronto.

Die Ergebnisse der Forschungsstudie wurden in der Dezemberausgabe der Zeitschrift Journal of Personality and Social Psychology herausgegeben.

Angst, Single zu sein

Menschen mit stärkeren Ängsten vor dem Single-Dasein sind eher bereit, sich mit 'weniger' in ihren Beziehungen zu begnügen, sagt die leitende Autorin Stephanie Spielmann vom Fachbereich für Psychologie an der Universität von Toronto.

Sie bleiben manchmal in Beziehungen, in denen sie nicht glücklich sind, und sie wählen manchmal potentielle Partner bei der Kontaktaufnahme, die nicht gut für sie sind." Sie fügt hinzu: "Wir verstehen nun, dass die Ängste vor dem Single-Status eine Schlüsselrolle bei diesen Formen ungesunden Beziehungsverhaltens zu spielen scheinen.

Die Forscher begutachteten Erwachsene aus Kanada und den USA unterschiedlichen Alters.

Männer und Frauen haben gleichermaßen Angst

Unsere Befunde zeigen, dass Männer und Frauen ähnliche Sorgen haben, Single zu sein. Dies führt zu einem ähnlichen Bewältungsverhalten. Unsere Ergebnisse widersprechen der These, dass nur Frauen Angst vor dem Single-Dasein haben, sagt Mitautor Professor Geoff MacDonald.

Einsamkeit ist eine schmerzhafte Erfahrung für sowohl Männer als auch Frauen. Es ist also nicht überraschend, dass die Angst vor dem Singlesein sich bei den Geschlechtern nicht zu unterscheiden scheint.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University of Toronto, Dez. 2013

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

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