Riskantes Sexualverhalten

Sexualpsychologie, Sexualforschung

Risikoreiches sexuelles Verhalten: Risikofaktoren sind körperliche Misshandlung bei Jungen, Marihuana bei Mädchen

03.04.2018 Was zu riskantem Sexualverhalten in der Jugendzeit führt, scheint nach neuen Untersuchungen der Case Western Reserve Universität geschlechtsspezifisch zu variieren.

Für Jungen gibt es eine direkte Verbindung zu Kindesmisshandlungen. Für Mädchen scheint der Konsum von Marihuana ein Risikofaktor zu sein.

sexualverhalten im kopf
Bild: Gerd Altmann

Die Daten wurden mit Hilfe eines prospektiven Studiendesigns erhoben - d.h. Personen, die über eine längere Zeit erfasst wurden. Deshalb sind die Forscher viel zuversichtlicher in Bezug auf die von dieser Forschung aufgedeckten Verbindungen.

Ausgehend von einer nationalen Längsschnittstudie in den USA mit mehr als 1.300 Kindern mit einem Risiko für Misshandlungen wurden die Daten im Alter von 12 Jahren erhoben und alle zwei Jahre bis zum Alter von 18 Jahren aktualisiert.

Bisherige Forschungen auf diesem Gebiet haben Substanzkonsum nicht als einen wichtigen Faktor betrachtet, der den Zusammenhang zwischen Gewalt in der Kindheit und riskantem Sexualverhalten in der Jugend erklärt oder vermittelt, schreibt Studienautorin Laura Voith im Fachblatt Journal of Adolescence. Außerdem wurden Jungen oft aus diesen Forschungsarbeiten ausgeschlossen.

Risikofaktoren und Prävention

Weitere Studienbefunde sind:

Im Jahr 2015 entfiel laut den Centers for Disease Control and Prevention (Gesundheitsbehörden in den USA) fast die Hälfte neuer sexuell übertragbarer Erkrankungen und ein Viertel der neuen HIV-Diagnosen auf Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Case Western Reserve Universität; Journal of Adolescence (2018). DOI: 10.1016/j.adolescence.2018.02.006

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