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Sportpsychologie

Psychologie-Lexikon

Definition: Die Sportpsychologie ist der Teilbereich der Psychologie, der sich mit dem Erleben, Verhalten während sportlicher Aktivitäten (Profi-/Amateursport) beschäftigt.

Studium der Sportpsychologie

Masterstudiengang Sportpsychologie

Zum Wintersemester startet der weiterbildende berufsbegleitende Masterstudiengang Sportpsychologie an der Hochschule Vechta-Universität.

Konzeptionelle Grundzüge:

Dieser universitäre Masterabschluss ist in Deutschland bisher einzigartig und trägt der steigenden Nachfrage nach fundierter (sport-)psychologischer Beratung und Betreuung im Leistungs- und Breitensport, aber auch in den Bereichen von Rehabilitation und Gesundheitssport sowie in der Wirtschaft oder im Schulsystem Rechnung. Der Abschluss befähigt zudem zur Promotion.

Zulassungsvoraussetzung ist ein erster akademischer Studienabschluss an einer deutschen Hochschule. Bewerberinnen und Bewerber mit einem Abschluss der Psychologie (BA mit insgesamt 180 Anrechnungspunkten [AP = Credits] oder Diplom, Master) können nach einem erfolgreich durchlaufenen Assessment-Center direkt in den Masterstudiengang einsteigen. Bewerberinnen und Bewerber mit einem anderen akademischen Abschluss müssen vor Einstieg in den Masterstudiengang eine zweisemestrige Assessment-Phase durchlaufen, die psychologische Grundkenntnisse vermittelt.

Der MA Sportpsychologie der Hochschule Vechta berechtigt zur Promotion.
Die Immatrikulation erfolgt jeweils zum Wintersemester eines Jahres.
Bewerbungsschluss: 31. Juli

Coaching ist in der Wirtschaft schon lange ein selbst- verständlicher Bestandteil der Karriereplanung. Zunehmend wird auch in anderen Bereichen der Gesellschaft die Bedeutung eines psychologisch kompetenten Ansprechpartners für berufliche und außerberufliche Belange anerkannt. So zeigt sich dieser Bedarf bereits deutlich im Breiten- und (Hoch-) Leistungssport, in gesundheitsorientierten Maßnahmen und im Bildungssystem.

Module des Studiums Sportpsychologie

Inhalte der Module sind u.a.:

Der viersemestrige weiterbildende Studiengang Master of Sports Psychology/Sportpsychologie bereitet auf Tätigkeiten im sport- und gesundheitsbezogenen Kontext vor.

Neben der Arbeit in Sportvereinen und -verbänden, mit Athletinnen und Athleten sind sportpsychologische Kompetenzen vermehrt auch im Bildungssystem, z.B. bei der Realisation von Ganztagsschulkonzepten oder im Gesundheits- und Rehabilitationsbereich, gefragt sowie auch in Unternehmen im Rahmen von Organisations- und Personalentwicklungsmaßnahmen.

Psychologische Basiskompetenzen werden für das Masterstudium vorausgesetzt bzw. in einer vorbereitenden einjährigen Assessment-Phase vermittelt. Mit diesem Profil haben Absolventinnen und Absolventen beste Aussichten für Tätigkeiten in Forschung und Praxis.

Psychologische Basiskompetenzen

Eine wesentliche Basis für die Qualität der Lehre im Masterstudiengang sind die Studierenden selbst. Daher werden fundierte psychologische Grundkenntnisse vorausgesetzt, die aber ggf. in einer vorgeschalteten Assessment-Phase erworben werden können. Hierbei werden die grundlegenden Bereiche eines Psychologiestudiums vermittelt, u.a.:

Auch in diesem Bereich erfolgt die Lehre durch renommierte Professorinnen und Professoren deutscher Universitäten. Die Assessment-Phase stellt also eine Möglichkeit dar, sich die Basis eines Psychologiestudiums in komprimierter Form anzueignen. Selbstverständlich erfolgt eine Zertifizierung der erbrachten Leistungen.
(Text aus zugesandter Infomail der Uni Vechta)

Wie steigere ich die eigene Performance?

Laut Rob Gray, Ph.D., Autor eines neuen Artikels in Current Directions in Psychological Science, können die, die zu viel Aufmerksamkeit auf ihr Tun legen, ihre Leistung ruinieren.

Nicht auf die eigene Performance achten !

"Wir denken, dass wenn man unter Stress bzw. Druck steht, sich die Aufmerksamkeit natürlicherweise nach innen richtet. Plötzlich bedeutet es so viel, und Sie wollen sich vergewissern, dass alles richtig läuft und funktioniert", sagt Gray von der Universität von Birmingham. "Und genau fängt es an, dass Dinge falsch laufen: die Aufmerksamkeit darauf zu richten, was Sie tun, lässt es daneben gehen." Jeder weiß, dass man relaxen und das "Normale" / Übliche machen sollte, aber es ist nicht sehr hilfreich, jemandem zu sagen, einfach mal zu relaxen.

Das Ziel für psychologische Wissenschaftler, sagte Gray, ist zu begreifen, was tatsächlich geschieht, wenn jemand beginnt, sich zu sehr auf den eigenen Körper zu konzentrieren.

Druck und Angst ändern Bewegungsabläufe

"Sich darauf zu konzentrieren, was Sie gerade tun, bringt Sie dazu, es zu ruinieren, aber warum? Wie ändern sich Ihre Bewegungen? Wie können wir uns darauf konzentrieren, jenes Verhalten zu korrigieren; statt aufzufordern, damit aufzuhören sich zu sehr anzustrengen?"

Gray hat festgestellt, dass Baseballspieler unter Stress weniger Treffer landen, weil ihr Schwung stärker unter Druck variiert als zu normalen Zeiten.

Andere Forscher haben festgestellt, dass sich Bergsteiger weniger flüssig bewegen, wenn sie sich höher an einer Wand befinden, als wenn sie sich dem Boden nähern, was aussagt, dass sich ihre Gelenke weniger gut bewegen, wenn sie ängstlicher sind.

Druck / Angst bewirkt oft, dass bestimmte Grundlagen falsch laufen - z.B. wird der Winkel des Schlägerkopfes (Baseball) verändert, wenn mit mehr Kraft geschlagen wird. Wenn diese Dinge identifiziert werden können, könnte ein Trainer an den besonderen Problemen arbeiten.

Was kann man tun ?

Eine Weise, dies zu tun, könnte durch Analogien geschehen, sagte Gray. Zum Beispiel: ein Golfer, der den Schläger zu fest packt, wenn er nervös ist, könnte von einer Instruktion profitieren wie: "stellen Sie sich vor, dass Sie eine offene Tube Zahnpasta zwischen den Händen haben, und der Inhalt darf nicht ausgedrückt werden."

Dies würde sowohl das Problem angehen als auch die Aufmerksamkeit davon ablenken, wie gut er es macht.

Warum manche Trainer durchdrehen

Die notorisch schwachen Sicherungen einiger Sporttrainer können durch eine extreme Besorgnis erklärt werden, wie man von anderen gesehen wird, laut einer britischen Untersuchung.

Sportpsychologie: Warum manche Trainer durchdrehen

Eine Studie der Universitäten Leeds und Northumbria fand heraus, dass Trainer, die sich eher auf ihre eigenen hohen Standards fokussierten und geringeres Interesse an den Meinungen anderer zeigten, bedeutend besser ihre Gefühle von Verärgerung und Wut kontrollierten als diejenigen, die stärker von den Meinungen anderer abhingen.

Dr. Andrew Hill, Dozent für Sport und Trainingsmethodik an der University of Leeds, sagt: "Wutausbrüche von Trainern sind ein vertrautes Merkmal vieler Sportarten. Dieses Verhalten tut niemandem gut. Am Spielfeldrand braucht es einen ruhigen und analytischen Verstand, aber wir stellten fest, dass einige Persönlichkeitsmerkmale ein besonnenes Verhalten schwierig machen."

Die Forscher begutachteten 238 Trainer aus verschiedenen Sportarten wie Fußball, Rugby, Hockey, Basketball, Schwimmen und Pferdesport. Die meisten Trainer waren aus dem Amateursport und im Durchschnitt 24 Jahre alt.

Abhängigkeit von den Meinungen anderer

Die Ergebnisse zeigen, dass diejenigen mit einem "hohen persönlichen Perfektionismus" (diese Leute setzen ihre eigenen hohen Standards und folgen weniger denen anderer) relativ gut ihre Emotionen regulieren konnten. Sie waren eher in der Lage, negative Gefühle neu zu bewerten, und sahen Situationen auf eine konstruktivere Art und Weise.

Trainer, die der Meinung anderer eine höhere Bewertung beimaßen, fühlten einen höheren Druck und mehr Angst Fehler zu machen. Sie hatten ihre Emotionen weniger im Griff und waren anfälliger für Wutanfälle.

Dr. Hill sagt: "Die Sportcoaches, die glaubten, dass andere Perfektionismus von ihnen erwarteten, konnten ihre Emotionen weniger gut kontrollieren. Als Folge sind sie für emotionale Ausbrüche anfälliger."

Mitautor Dr. Paul Davis fügte hinzu, dass Emotionen auch ansteckend sein können. Wenn ein Trainer außerstande ist, seine eigene Wut zu regulieren, kann dies tatsächlich die Leistung eines Athleten unterhöhlen.

© PSYLEX.de - Quelle: Andrew P. Hill, Paul A. Davis. "Perfectionism and emotion regulation in coaches: A test of the 2 × 2 model of dispositional perfectionism," Motivation and Emotion (2014)

Unterschwellige Hinweise verbessern sportliche Leistung

10.12.2014 Eine neue Studie hat herausgefunden, dass die Leistung von Ausdauersportlern durch positive unterschwellige Hinweise (Wörter, Bilder oder Symbole, die nicht bewusst wahrgenommen werden) verbessert werden kann.

Subliminale Botschaften

Forscher der Universitäten von Bangor und Kent konnten zeigen, dass unterschwellig platzierte positive Informationen das Durchhaltevermögen von Athleten stärkten, verglichen mit Sportlern, denen traurige Gesichter oder Wörter der Inaktivität gezeigt wurden.

Unterschwellige Botschaften
Bild: Kai Stachowiak (pixabay)

Samuele Marcora und Kollegen präsentierten aktionsgebundene Wörter als positive unterschwellige Hinweise wie: "go" (also übersetzt etwa "Leg los") und "energy" ("Kraft", "Energie") oder durch Zeigen von glücklichen Gesichtern.

Die Wörter und Gesichter erschienen für weniger als 0,02 Sekunden auf einem vor den Athleten gestellten Digitalmonitor und wurden von anderen Bildelementen verborgen, was bedeutet, dass sie vom bewussten Verstand des Teilnehmers nicht zu identifizieren waren.

Die Forscher sagen, die in Frontiers in Human Neuroscience veröffentlichte Studie konnte als erste demonstrieren, dass unterschwellige visuelle Reize direkt die Leistung während der sportlichen Aktivität beeinflussen können.

Außerdem bestätigt sie, dass die Wahrnehmung dessen, wieviel Kraftaufwand man glaubt einzusetzen, während des Trainings geändert werden kann. Das heißt, die Trainingsleistung kann durch unterschwellige Hinweise verbessert werden.

Marcora erkundet gegenwärtig Wege, wie diese Forschungsbefunde neue Möglichkeiten für die Leistungssteigerung von Athleten durch die Verwendung neuartiger Techniken eröffnen können - wie Datenbrillen, die positive unterschwellige Botschaften liefern.

© PSYLEX.de - Quellen: Frontiers in Human Neuroscience, Universität von Kent, Universität Bangor; Dezember 2014

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