Trauer um verstorbenes Haustier - Trauerstörung

Tier-Mensch-Beziehung - Psychologie

Greift die DSM-5-Diagnose Trauerstörung auch bei manchen Haltern verstorbener Haustiere?

23.01.2020 Eine in Psychiatry Research veröffentlichte Studie untersuchte, ob das Konstrukt der DSM-5-Trauerstörung auch bei Haltern verstorbener Haustiere anwendbar ist.

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Bild: George Hodan

Sherman A. Lee vom Fachbereich Psychologie der Christopher Newport University, VA, USA, untersuchte anhand einer Stichprobe von 395 Erwachsenen, die um ihre verstorbenen Tiere trauerten.

Die statistische Analyse der durch Fragebogen gesammelten Daten konnten zeigen, dass die Trauersymptome in den vom DSM-5 vorgeschlagenen Symptomcluster eingeordnet werden konnten, die durch einen Faktor höherer Ordnung angetrieben wurden und bei Männern und Frauen gleichermaßen auftraten.

Personen mit Trauerstörung waren im Vergleich zum Rest der Stichprobe depressiver, einsamer, hatten mehr Schlafprobleme, wiesen negative religiöse Bewältigungsstrategien auf und konsumierten mehr Alkohol und andere Drogen.

Diese Ergebnisse unterstützen die Anwendung des DSM-5-Modells der Trauerstörung auf Besitzer verstorbener Haustiere, schließt der Psychologe.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Psychiatry Research - https://doi.org/10.1016/j.psychres.2020.112800

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