Globale Erwärmung (Psychologie, Psyche)

Umweltpsychologie

News aus der Forschung, die sich mit der globalen Erwärmung und den psychologischen Folgen bzw. den Auswirkungen auf die Psyche beschäftigt.

Studie: Die globale Erwärmung wird die psychische Gesundheitsproblematik verschärfen

10.10.2018 Psychische Gesundheitsprobleme werden zunehmen, wenn die Temperaturen aufgrund des Klimawandels bzw. der globalen Erwärmung steigen, warnt eine neue in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences publizierte psychologische Studie.

Die Psychologen schreiben, dass eine über fünf Jahre hinweg ansteigende Durchschnittstemperatur um 1 Grad Celsius mit höheren Raten von psychischen Problemen bzw. Erkrankungen verbunden ist.

Die Gründe sind nicht bekannt

hitze-waerme

Sie wissen nicht genau, warum hohe Temperaturen oder steigende Temperaturen aufgrund der Erwärmung zu Problemen der psychischen Gesundheit führen, sagte der leitende Autor Nick Obradovich vom Massachusetts Institute of Technology.

Möglicherweise führt zum Beispiel schlechter Schlaf aufgrund heißer Temperaturen zu psychischen Störungen. Dies sollte in psychologischen Studien erforscht werden, sagte Obradovich.

Für die Studie verglichen die Forscher selbstberichtete Daten zur psychischen Gesundheit von fast 2 Millionen US-Amerikanern mit täglichen Wetterdaten von 2002 und 2012.

Psychisch Kranke, Geringverdiener, Frauen

In der Studie befanden sich unter denjenigen, die am anfälligsten für psychische Gesundheitsprobleme sind - die durch steigende Temperaturen verursacht werden - Menschen mit bestehenden psychischen Erkrankungen, Menschen mit niedrigem Einkommen und Frauen.

Die Ergebnisse stehen im Einklang mit der jüngsten Arbeit anderer Klimaforscher und Psychologen.

Menschen empfinden möglicherweise Stress und Verzweiflung, wenn Regierungen und Industrie nicht in dem von mehreren wissenschaftlichen Bewertungen empfohlenen Tempo auf die globale Erwärmung reagieren, schließen die Forscher.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: PNAS (2018). doi/10.1073/pnas.1801528115

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

Weitere Forschungsartikel, News

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter