Verlustangst

Psychologie-Lexikon - Psychische Probleme

Ursachen

Gründe / Ursachen:
1. zu starke Bindung an Mutter (Eltern) und Abhängigkeit durch zu starke "Verwöhnung" -
2. Versagung seitens der Mutter (Eltern), Kind ist nicht gewollt, Kind erfährt Ablehnung oder feindselige Gefühle
3. Verlustangst durch "schlechte" Erfahrung im Leben.

Körperliche Symptome:

Somatisierung in Richtung Nahrungsaufnahme: Essstörungen ("Fettsucht" also Adipositas, Bulimie, Anorexie), Gedächtnisschwäche.

Verlustangst psychische Symptome:

Entwicklung von Gleichgültigkeit, Resignation gegenüber Menschen und der Welt, negative Kognitionen, Depressionen, Pessimismus. Verhalten Depressiver mit Verlustangst in Beziehungen: starker Wunsch dem anderen möglichst immer ganz nahe zu sein, deshalb Versuche sich oder den anderen abhängig zu machen. Große Angst vor Alleinsein und Verlassen werden durch Entfernungen vergrößert (Ferne vor allem auch gefühlsmäßig).

Weitere Zeichen, Symptome und Verhalten von Depressiven mit Verlustangst: Neigung zu Idealisierung des Partners, Verharmlosung bzw. Nichtbeachtung der "schlechten" Seiten, der Schwächen des Partners, versucht Beziehungen nicht zu gefährden. Deshalb vermeidet er Konflikte und versucht sich von seiner "besten" Seite zu zeigen: Verzichtsbereitschaft, Mitleid, Bescheidenheit, Selbstlosigkeit etc.

Behandlung und Therapie von Verlustangst:

Betroffener mit Verlustangst müßte seine Eigenständigkeit, Selbstvertrauen und Unabhängigkeit entwickeln. Schwierigkeit: Die enge Bindung müßte dazu gelockert werden, doch entsteht hier wieder starke Verlustangst. Zum Thema Bindungsangst

Erfahrungen, Kommentare, Fragen

Fallsucht aufgrund Verlustangst?

20.01.2017 Kommentar von Ursula:

Ich habe seit längeren Jahren Depressionen. Vor ca. 4 Jahren habe ich erfahren das mein Vater nicht mein Erzeuger war, habe schlimme Jahre und Zeiten durch ihn erlebt. Bin jetzt 70 Jahre. Seit ca 3 Jahren schwanke ich sehr stark und muß sehen das ich nicht falle. Es ist immer wenn ich in Gesellschaft bin, ganz selten wenn ich mit meinem Mann allein bin. Wenn ich ganz allein bin passiert es nicht. Habe vor kurzen meine Mutter verloren, da war es so schlimm das ich nicht mehr allein laufen konnte und fast keine Luft mehr bekam.

Vor 33 Jahren konnte ich ein Kind nicht austragen, denke immer noch oft daran. Am 3. Adventsonntag habe ich eine gute Bekannte getroffen und war überrascht das sie hochschwanger war. Als ich ihr gratulieren wollte und sie in den Arm nahm, flog ich rückwärts gegen eine Tür und mein Mann konnte mich gerade noch auffangen. Danach konnte ich kaum mehr laufen und mußte mehr oder weniger nach Hause geschleppt werden. Weis leider kaum mehr weiter, es ist furchtbar so was zu erleben. Bin schon seit ca. 7 Jahren in Behandlung und auch schon in einer Klinik. Zur Zeit macht mir meine Depression sehr zu schaffen, obwohl ich regelmäsig Antidepressiva nehme.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.