Celecoxib, Ibuprofen können leichte Depression bei Arthrose lindern

Stimmungsaufhellende Psychopharmaka - Thymoleptika

07.10.2013 Eine neue Studie hat herausgefunden, dass häufig eingesetzte entzündungshemmende Schmerzmittel nicht nur Hilfe bei physischen Schmerzen sondern auch bei leichter Depression geben können.

Depressionen bei Arthrose

Patienten mit Osteoarthritis/Arthrose ('Gelenkverschleiß') - eine Erkrankung, bei der sich der Knorpel in den Händen, im unteren Rücken, den Knien oder anderen Gelenken abnutzt - haben ein doppelt so hohes Risiko für Depression. Um die Schmerzen zu lindern, nehmen Arthrosepatienten oft nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Naproxen.

"Diese Studie legt nahe, dass entzündungshemmende Medikamente eine Rolle bei der Reduzierung der Depressionsbeschwerden spielen können", sagte Seniorautor Dr. Michael E. Farkouh, Mount Sinai School of Medicine in New York.

Studie mit nichtsteroidalen Antirheumatika und Celebrex

Die Forschung beinhaltet Daten von fünf vorherigen Untersuchungen mit nicht-verschreibungspflichtigen NSARs und des verschreibungspflichtigen Medikaments Celebrex (Wirkstoff Celecoxib). In jeder dieser Studien wurden Teilnehmer mit Osteoarthritis zufällig einer Behandlung mit Celebrex, einem nicht-verschreibungspflichtigen NSAD oder einer Placebotablette für sechs Wochen zugeteilt.

Es nahmen fast 1.500 Personen, die keine Antidepressiva einnahmen, an der Studie teil. Sie füllten zu Beginn und im Verlaufe der Studie mehrere Depressionsfragebögen aus.

Jede Behandlungsgruppe, einschließlich der Placebogruppe, tendierte im Verlauf der Studie über weniger Depressionssymptome zu berichten.

NSARs und Celecoxib waren besser als Placebo

Die Depressionspunktestände fielen im Vergleich zur Placebogruppe aber um zusätzliche 0,3 Punkte bei den Personen, die nicht-rezeptpflichtige NSARs einnahmen und 0,6 Punkte bei denen, die Celebrex/Celecoxib einnahmen.

Am Anfang der Studien hatten die Arthrosepatienten einen durchschnittlichen Depressionspunktescore von drei - also recht weit unterhalb der Schwelle von zehn Punkten, die für eine Depressionsdiagnose notwendig sind.

Farkouh sagte, dass zukünftige Forschung die Verbindung zwischen NSARs und Depression untersuchen sollte, da es Forschern helfen könnte zu verstehen, ob Entzündungen eine Rolle bei der Krankheit spielen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Mount Sinai School of Medicine, Okt. 2013

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