Ecopipam

Narkosemittel - Psychopharmaka

Wirkung, Einsatzgebiete, Indikation

Ecopipam (SCH-39166) ist ein synthetisches Benzazepin-Derivat, das als selektiver Dopamin-D1 / D5-Rezeptor-Antagonist wirkt, mit geringer Affinität für Dopamin-D2- oder 5-HT2-Rezeptoren.

Kokainabhängigkeit

ecopipam
Bild: Chemische Strukturformel

Klinische Human-Studien zeigten, dass Ecopipam ein wirksamer Antagonist der akuten euphorischen Effekte von Kokain war. Die Wirkung blieb jedoch nach wiederholter Verabreichung nicht bestehen.

Spielsucht, Tourette-Syndrom

Jüngste (2014) Open-Label-Studien haben gezeigt, dass das Medikament pathologisches Spielen (Spielsucht) und zur Verringerung der motorischen und vokalen Tics bei Erwachsenen mit Tourette-Syndrom beitragen konnte. Das Medikament befindet sich derzeit in klinischen Studien des Biotechnologie-Unternehmens Psyadon Pharmaceuticals zur Behandlung des Tourette-Syndroms bei Kindern im Alter von 7-17.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen auf Psyche und Körper:

Beobachtete Nebenwirkungen waren

im Allgemeinen leicht.

Es gab keine Berichte über Parkinson-ähnliche extrapyramidale Symptome, die typischerweise bei D2-Antagonisten beobachtet werden.

Stottern: Studie untersucht Wirksamkeit

15.10.2016 Ein Forschungsteam der School of Medicine der University of California, Riverside wird in Partnerschaft mit dem Sprachpathologie-Labor der University of Redlands eine Studie durchführen, um zu bestimmen, wie effektiv oral verabreichtes Ecopipam bei der Behandlung von Stottern ist.

Zehn Freiwillige werden an der von der FDA zugelassenen klinischen Pilotstudie teilnehmen.

Das Medikament wurde bereits für die Behandlung von Tics beim Tourette-Syndrom mit einigen ermutigenden Ergebnissen getestet. Stottern hat einige Ähnlichkeiten mit den Stimmveränderungen gemeinsam, die bei Patienten mit Tourette-Syndrom beobachtet wurden. Die Wissenschaftler hoffen, dass Ecopipam positive Effekte beim Stottern bringt.

Wirkweise: Blockierung der D1-Rezeptoren

Ecopipam ist ein first-in-class Medikament, das selektiv die Wirkungen des Neurotransmitters Dopamin an seinem Rezeptor blockiert. Dopaminrezeptoren können grob in zwei Familien unterteilt werden, die auf ihren Strukturen basieren: D1-Rezeptoren und D2-Rezeptoren. Ecopipam blockiert Dopamin nur an D1-Rezeptoren und wirkt somit anders als andere handelsübliche Medikamente. Dieser Mechanismus erklärt, warum Ecopipam als eine mögliche Behandlung für Stottern getestet wird.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University of California, Riverside; Okt. 2016

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