Lithium gegen Demenz

Phasenprophylaktikum - Psychopharmaka

Natürlich vorkommendes Lithium im Trinkwasser verbunden mit niedrigeren Raten von Demenz

28.08.2017 Ein Forscherteam mehrerer Institutionen in Dänemark hat einen Zusammenhang zwischen der Menge an natürlich im Trinkwasser vorkommenden Lithium und dem Auftreten von Demenz festgestellt.

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Bild: banneke-wilking (pixabay)

Die Wissenschaftler untersuchten das Leitungswasser, das etwa 800.000 Menschen in Dänemark trinken, und verglichen es mit den Demenzraten.

Lithium wird eingesetzt als Medikament bei Menschen mit Bipolarer affektiver Störung; es zeigte sich auch potentiell vielversprechend bei der Verzögerung der Alzheimer-Krankheit, schreiben die Forscher um Lars Vedel Kessing, John McGrath und Michael Berk. Die Studienautoren fragten sich, ob es auch hilfreich bei der Verlangsamung von Demenzerkrankungen wäre.

Reichten die Lithium-Mengen, die natürlich im Trinkwasser vorhanden sind, auch für eine Wirkung auf die Menschen, die es trinken?

Sie testeten das Wasser aus Wasseraufbereitungsanlagen aus 151 Gebieten in Dänemark und verglichen sie dann mit medizinischen Aufzeichnungen der Menschen, die in denselben Gebieten lebten, um zu sehen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Lithium-Werten und den Demenz-Fällen gäbe.

Sie stellten tatsächlich niedrigere Demenzraten in den Gebieten fest, in denen es höhere Lithium-Mengen im Trinkwasser gab. Und sie fanden höhere Demenzraten in Gebieten vor, in denen es geringere Lithium-Mengen im Wasser gab.

Dies legt nahe, so die Forscher im Fachblatt JAMA Psychiatry, dass der regelmäßige Konsum von hohen Lithium-Mengen im Trinkwasser den Beginn von Demenz verzögern kann, obwohl sie auch darauf hinweisen, dass es andere Faktoren geben könnten, die die Demenz-Progressionsraten für die von ihnen untersuchten Personen beeinflusst haben könnten.

Das Team ging auch davon aus, dass alle oder die meisten Menschen, die in den getesteten Gebieten leben, regelmäßig Wasser aus ihrem Wasserhahn trinken.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Kopenhagen; JAMA Psychiatry - DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2017.2336; Aug. 2017

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