Lormetazepam

Tranquilizer - Psychopharmaka

Wirkung

Einordnung unter: Tranquilizer / Beruhigungsmittel, Psycholeptika, Anxiolytika, Benzodiazepin-Derivate.

Lormetazepam
Wirkstoff: Lormetazepam Benzodiazepin
Wirkung auf die Psyche als: Tranquilizer
Medikament ist zugelassen und wird verkauft in Deutschland.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen bei Lormetazepam: Schwindelgefühl, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Koodinationsstörungen (Ataxie), Konzentrationsstörungen, verlängerte Reaktionszeiten, Verwirrtheit, Muskelschwäche, anterograde Amnesie.

In seltenen Fällen bei Lormetazepam: depressive Verstimmungen. Verstärkung von Psychosen, Depressionen. Bei Atemwegsobstruktion und Hirnschädigungen atemdepressive Wirkung.

In Einzelfällen bei Lormetazepam: Überempfindlichkeitsreaktionen (Atembeschwerden, Hautausschlag). Bei überlagerter Depression Verstärkung der depressiven Symptomatik (cave: Suizidgefahr!). Cave muskelrelaxierende Wirkung (Sturzgefahr!). Langzeitbehandlung und hohe Dosen bei Lormetazepam: reversible Störungen, wie Artikulationsstörung, Bewegungsunsicherheit, Gangunsicherheit, Sehstörung (Doppelbilder), Nystagmus. Paradoxe Reaktionen wie erhöhte Aggressivität, Suizidalität, akute Erregungszustände, Angst, Psychosen, Albträume, Halluzinationen, Wutanfälle, Muskelspasmen, Schlaflosigkeit, vermehrtes Träumen. Plötzliches Absetzen nach längerer Einnahme bei Lormetazepam: Schlafstörungen, vermehrtem Träumen, Erregung, Angst, Spannungszustände, innere Unruhe.

Symptomatik: Schwitzen, Zittern, bedrohliche Spasmen, symptomatische Psychosen (z.B. Entzugsdelirium). Abhängigkeitspotential. Abhängigkeitsentwicklung schon bei wenigen Wochen bei Lormetazepam ! Auch bei therapeutischen Dosisbereich. Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt, besonders mit Alkohol.

Warnhinweise

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei: Alter unter 18 Jahren - außer bei Anwendung in der Anästhesiologie, Myasthenia gravis, Alkoholabusus, Arzneimittelabhängigkeit - Arzneimittelmissbrauch auch in der Vorgeschichte, Drogenabhängigkeit, akutes Engwinkelglaukom, Intoxikation durch Alkohol und Medikamente wie Opioide, Hypnotika, Tranquilizer, Neuroleptika, Lithium u.a., Überempfindlichkeit gegen Lormetazepam bzw. andere Benzodiazepine sowie einen der sonstigen Bestandteile.

Anwendungsbeschränkungen

Lormetazepam nur bedingt / geringer dosiert / überwacht anwenden bei: Alter über 65 Jahre, reduzierter Allgemeinzustand, Asthma bronchiale, spinale und zerebrale Ataxie, Ateminsuffizienz - schwere chronische Hyperkapnie, intrahepatische Cholestase, chronisch obstruktive Atemwegserkrankung, Depression, endogene Psychose, Suizidalität, Dyspnoe, Entzugssyndrom, angeborene Galaktose-Intoleranz, Glukose-Galaktose-Malabsorption, Laktase-Mangel - auf Hilfsstoff Laktose achten, Herzinsuffizienz, hirnorganisches Syndrom, cholestatischer Ikterus, Krampfanfälle, schwere Leberinsuffizienz, schwerer Leberschaden, schwere Niereninsuffizienz, Schlafapnoe.

In der Schwangerschaft Strenge Indikationsstellung, längere und hochdosierte Anwendung meiden.
Während der Stillzeit: Kontraindiziert - Abstillen - Benzodiazepine gehen in die Muttermilch über.

Wechselwirkungen.

Medikamente, die den Wirkstoff Lormetazepam enthalten: Ergocalm, Loramet, Loretam, Noctamid.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter